Lunapharm-Skandal: Czaja fordert Aufklärung auf Bundesebene

Lunapharm-Skandal: Czaja fordert Aufklärung auf Bundesebene

Im Skandal um ein Brandenburger Unternehmen, das mit gestohlenen Krebsmedikamenten gehandelt haben soll, fordert FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja eine Aufklärung auf Bundesebene. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse einen Runden Tisch mit allen Gesundheitsministern der Länder einberufen und die Sorgen der betroffenen Patienten ausräumen, erklärte Czaja am Donnerstag. «Die Aufklärung dieses Pharmaskandals muss von oberster Stelle geleitet werden - alles andere ist unterlassene Hilfeleistung.»

Sebastian Czaja

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Sebastian Czaja spricht im Abgeordnetenhaus. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Zuvor war bekannt geworden, dass mindestens 220 Patienten allein im Raum Berlin-Brandenburg die in Frage stehenden Medikamente erhielten - über drei Berliner Apotheken. Das gesamte Ausmaß ist aber noch unklar, ebenso wie die Frage, ob die Krebsmedikamente womöglich durch die unterbrochene Kühlkette unwirksam waren. Das Brandenburger Unternehmen Lunapharm soll die in Griechenland gestohlenen Medikamente jahrelang in mehrere Bundesländer ausgeliefert haben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. August 2018 15:00 Uhr