Ozonwerte trotz Hitze «auffallend gering»

Ozonwerte trotz Hitze «auffallend gering»

Anhaltende Hitze und fehlende Niederschläge sorgen in Berlin nach Behördenangaben bisher nicht für problematische Luftwerte.

Blick auf die Oberbaumbrücke

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Ausflugsschiffe sind nahe der Oberbaumbrücke unterwegs. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Die Ozonwerte seien bisher sogar «auffallend gering», sagte Derk Ehlert aus der Berliner Umweltverwaltung. Warum die Werte wider Erwarten so ausfielen, sei unklar. Der Schwellenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, gemittelt über eine Stunde, sei lediglich am 4. August 2018 in Friedrichshagen überschritten worden - und das auch nur in zwei Stunden. Ab dem Wert von 180 kann es bei empfindlichen Menschen zu Reaktionen wie etwa Tränenreiz oder Kopfschmerzen kommen.

Gesundheitsrisiko ab 240 Mikrogramm Ozon

Ein Risiko für die Gesundheit der gesamte Bevölkerung wird ab einem Ein-Stunden-Mittelwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter gesehen. Laut Umweltbundesamt (UBA) hat die Zahl der Tage mit Werten über 180 oder 240 seit 1990 deutlich abgenommen. Es gibt aber Schwankungen je nach Witterung. Erhöhte Ozonwerte können zum Beispiel mit Warnungen vor Sport im Freien einhergehen, da häufiges und tiefes Einatmen nach UBA-Angaben zu Schädigungen des Lungengewebes und entzündlichen Prozessen führen können.

Ozon bildet sich aus Schadstoffen

Ozon wird nicht direkt freigesetzt. Das giftige Gas bildet sich durch chemische Reaktionen bei Sonneneinstrahlung und höheren Temperaturen aus Schadstoffen - überwiegend aus Stickoxiden, die etwa aus dem Straßenverkehr stammen, und aus flüchtigen organischen Verbindungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. August 2018 08:55 Uhr