Hochsicherheitslabor geht in Betrieb

Hochsicherheitslabor geht in Betrieb

Das dritte deutsche Hochsicherheitslabor zur Erforschung gefährlicher Erreger wie Ebola- oder Lassa-Viren nimmt am kommenden Dienstag seine Arbeit auf. Das Labor der Sicherheitsstufe 4 (S4) am Berliner Robert-Koch-Institut wurde bereits 2015 eröffnet, bislang lief aber nur der Testbetrieb. Mit seinen 330 Quadratmetern sei es nicht nur das größte in Deutschland, sondern könne als einziges auch das ganze Jahr lang 24 Stunden täglich arbeiten, sagte RKI-Präsident Lothar H. Wieler.

Arbeit im S4-Labor

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Ein Medizinisch-technischer Assistent (MTA) arbeitet im S4-Labor in einem Schutzanzug. Foto: Soeren Stache

Das Labor besteht ihm zufolge aus zwei identischen Bereichen. Werde einer abgeschaltet, könne im anderen weitergearbeitet werden. Die beiden S4-Labore in Hamburg und Marburg müssten jährlich für Wartungsarbeiten geschlossen werden.
Nur in solchen Einrichtungen können lebensbedrohliche und hochansteckende Erreger erforscht werden. Dazu gehören Marburg-, Lassa-, Nipah- oder Krim-Kongo-Fieber-Viren. Aber auch neue und unbekannte Erreger wie das im Jahr 2003 aufgetretene SARS-Virus, können hier bearbeitet werden. RKI-Präsident Lothar H. Wieler geht davon aus, dass künftig weitere neue Viren hinzukommen. «Durch die Globalisierung steigt die Chance, dass infizierte Menschen auch nach Deutschland einreisen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. Juli 2018 09:40 Uhr