Pharmahändler nach Medikamentenskandal durchsucht

Pharmahändler nach Medikamentenskandal durchsucht

Im Zusammenhang mit dem Medikamentenskandal in Brandenburg hat die Staatsanwaltschaft ein Pharmaunternehmen durchsucht. Die Aktion im Landkreis Teltow-Fläming sei am Sonntag gelaufen, sagte Dorina Dubrau, Sprecherin der Potsdamer Staatsanwaltschaft, am Montag. Bei dem Pharmahändler seien Unterlagen und Medikamente beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem Frühjahr wegen Hehlerei gegen die Geschäftsführerin und einen Mitarbeiter der Firma. Beide sind auf freien Fuß. Weitere Details wollte die Sprecherin unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Polizei-Westen

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In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv

Zuvor hatte der RBB berichtet, dass die Staatsanwaltschaft nach Hinweisen des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) tätig geworden sei. Unklar ist, ob die in Griechenland gestohlenen Krebsmedikamente noch wirksam waren, als sie an Apotheken in elf Bundesländer gingen.
Am Freitag hatte das Gesundheitsministerium der Firma bereits die Betriebserlaubnis entzogen. Zusätzlich wurde Strafanzeige gegen einen leitenden Mitarbeiter des Landesamtes gestellt, weil Verdacht auf Korruption bestehe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. Juli 2018 13:20 Uhr