Hebammen beklagen Stress in Kliniken

Hebammen beklagen Stress in Kliniken

Steigende Geburtenzahlen und knappes Personal: Viele angestellte Hebammen in Berlin und Deutschland sind mit ihrem Arbeitsalltag in Kliniken unzufrieden.

Kreißsaal

© dpa

«Kreißsaal» steht auf der Tür in einem Krankenhaus. Foto: Jens Kalaene/Archiv

«Hebammen müssen manchmal vier bis fünf Frauen im Kreißsaal gleichzeitig betreuen», berichtete Susanne Steppat, Präsidiumsmitglied des Deutschen Hebammenverbands am Donnerstag (12. Julil 2018) in Berlin. Der Druck und die Verantwortung führe dazu, dass mehr als 70 Prozent der Hebammen nur noch Teilzeit arbeiteten, 1991 sei dieser Anteil lediglich bei 30 Prozent gewesen.

Zu wenige Hebammen sind nicht das Problem

«Wir haben nicht zu wenig Hebammen, aber sie haben keinen Bock mehr auf Klinik», ergänzte Steppat. Dass sich Arbeitsbedingungen in Kreißsälen von den Teams selbst verbessern lassen, zeigt ein Wettbewerb des Verbands. Die Berliner Gewinner arbeiten am Auguste-Viktoria-Klinikum des Klinikkonzerns Vivantes und entwickelten eine Online-Anmeldung sowie ein Training für Notfälle.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Juli 2018 14:02 Uhr