Multiple Sklerose in Deutschland immer häufiger

Multiple Sklerose in Deutschland immer häufiger

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose in Deutschland häufiger wird. Dafür gibt es zwei Gründe.

Mensch mit Multiple Sklerose

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Der Anteil gesetzlich Versicherter mit Multipler Sklerose liegt in Deutschland derzeit bei 0,32 Prozent.

In Deutschland leben einer aktuellen Studie zufolge immer mehr gesetzlich Versicherte mit Multipler Sklerose. Ihr Anteil wuchs demnach innerhalb von sechs Jahren von rund 0,25 Prozent auf knapp 0,32 Prozent. 2015 wurden rund 224.000 Versicherte wegen der Krankheit behandelt - gut 51.000 mehr als 2009.

Höhere Lebenserwartung und mehr Neuerkrankungen

«Studien aus anderen westlichen Ländern haben gezeigt, dass die Lebenserwartung von MS-Patienten zugenommen hat und wir gehen davon aus, dass das auch in Deutschland der Fall ist», sagte Mitautor Jakob Holstiege vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung im Vorfeld des Welt-MS-Tages am 30. Mai. Zudem erkrankten heute in unseren Breitengraden tatsächlich mehr Menschen neu an MS.

Prognose für Menschen mit MS war lange schlecht

Die nicht heilbare chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung äußert sich in neurologischen Ausfällen. Früher sei davon ausgegangenen worden, dass es etwa der Hälfte aller Patienten nach fünf bis zehn Jahren dauerhaft schlecht ginge und sie nicht mehr arbeiten könnten, sagte Heinz Wiendl, Direktor der neurologischen Klinik Münster und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Kompetenznetzes Multiple Sklerose.

Therapien bei Multipler Sklerose werden besser

«Das hat sich dank neuerer Therapien deutlich gebessert»: 80 bis 90 Prozent der konsequent Therapierten befänden sich heute nach diesem Zeitraum in einem identisch neurologischen Zustand wie zu Therapie-Beginn.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. Mai 2018 10:01 Uhr