Mehr als 600 Grippefälle in einer Woche

Mehr als 600 Grippefälle in einer Woche

Die Grippewelle hat Berlin fest im Griff. In der dritten Februarwoche registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales hunderte neue Erkrankungen.

Frau putzt sich ihre Nase

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Eine Frau putzt sich ihre Nase. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Das waren 150 mehr als in der Vorwoche. Besonders viele Fälle wurden aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeldet. In der laufenden Grippesaison erkrankten nach den jüngsten Daten bisher insgesamt 2650 Menschen in der Hauptstadt, am häufigsten waren es Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren.

Wahrscheinlich vier Grippetote in Berlin

Zuletzt gab es nach Angaben der Behörde im Jahr 2009 solch hohe Wochenwerte für Grippe in Berlin. Nur rund 7 Prozent der Patienten in dieser Saison waren geimpft. 251 aller registrierten Patienten mussten wegen der Schwere der Infektion in Kliniken behandelt werden. 4 Menschen starben im zeitlichen Zusammenhang mit einer Grippeerkrankung. Bei einem dieser Patienten war Influenza eindeutig die Todesursache.

Grippeimpfung jetzt noch nachholen

Sowohl bei den Krankheits- als auch bei den Todesfällen können die wirklichen Zahlen höher liegen. Denn nicht jeder Kranke geht mit Grippesymptomen zum Arzt und nicht jeder Mediziner macht immer einen Abstrich für einen Virencheck. Stirbt ein Mensch zum Beispiel an einer bakteriellen Lungenentzündung, lassen sich bei ihm oft keine Grippeviren als mögliche Ursache mehr nachweisen. Eine Impfung gegen Grippe ist immer noch möglich. Der Aufbau des Schutzes dauert aber rund zwei Wochen.
Symbolbild Influenza Schnupfen
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. Februar 2018 09:02 Uhr