AfD fordert Untersuchungsausschuss zu Schießständen

AfD fordert Untersuchungsausschuss zu Schießständen

Nach einem Bericht über zu hohe Schadstoffkonzentrationen an Schießständen der Brandenburger Polizei plädiert die AfD im Landtag für einen Untersuchungsausschuss. Das Gremium solle auch klären, ob die Landesregierung schnell genug reagiert habe, nachdem die Affäre um schadstoffbelastete Schießstände der Berliner Polizei bekannt geworden sei, sagte der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas Jung, am Dienstag vor Journalisten. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hätte sofort handeln müssen, die Einrichtung einer Arbeitsgruppe sei nicht ausreichend.

Sitzungen des Brandenburger Landtages

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Landtag Brandenburg. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Schröter hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die neun Schießstände der Polizei erneut überprüft werden sollen. Eine Task Force soll untersuchen, ob Lüftungsanlagen womöglich unzureichend sind. Zudem können sich die rund 100 Schießtrainer ärztlich untersuchen lassen.
Zuvor hatte der RBB berichtet, dass es Probleme mit der Entlüftung in Schießanlagen in Frankfurt (Oder), Wünsdorf und Eberswalde gegeben habe. Dadurch seien Grenzwerte bei Schadstoffen überschritten worden. Schießlehrer und Beamte seien wegen erhöhter Schwermetallwerte krankgeschrieben. Die AfD allein verfügt nicht über genügend Mandate, um einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Februar 2018 16:20 Uhr