Diabetes: Erste Symptome bei Kindern erkennen

Diabetes: Erste Symptome bei Kindern erkennen

Diabetes Typ 1 tritt bei Kindern oft sehr plötzlich auf. Welche Alarmzeichen weisen auf die Erkrankung hin?

Mädchen mit Diabetes Typ 1

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Diabetes Typ 1 tritt häufig in jungen Jahren auf - die Symptome kommen oft plötzlich.

Treten bei Kindern oder Jugendlichen plötzlich häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust oder vermehrter Durst auf, sollten Eltern schnellstmöglichst mit ihnen zum Arzt gehen. Denn diese Beschwerden können ein Zeichen von Diabetes Typ 1 sein. Darauf weist die Organisation diabetesDE- Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin hin. Weitere Symptome sind Schwächegefühle, Leistungsminderung, Müdigkeit oder Schwindel.

Diabetes Typ 1 tritt bei Kindern sehr plötzlich auf

Diabetes Typ 1 tritt im jungen Alter und sehr plötzlich auf. Bei den ersten Anzeichen sind oft bereits 80 Prozent der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Es gelangt nicht mehr ausreichend Zucker in die Zellen, der Körper baut Fettzellen ab. Dabei entsteht Azeton, das angereichert in Blut und Urin zu einer Übersäuerung führt.
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Symptone bei Diabetes: Azeton-Geruch im Atem

Ein fortgeschrittener Insulinmangel ist den Angaben zufolge daher auch am Azeton-Geruch im Atem erkennbar, der stark an überreifes Obst erinnert. Innerhalb weniger Stunden kann bei Kindern eine sehr starke Übersäuerung auftreten, die mit Austrocknung, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit einhergeht.

Diabetes: Keine Sonderrolle für Schulkinder

Schulkinder mit Diabetes brauchen keine Sonderrolle. Sie können genauso an Ausflügen und am Sportunterricht teilnehmen, wie andere Kinder auch. Darauf weist Ralph Ziegler von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Häufig seien Lehrer aber verunsichert, wenn sie einem Schüler beim Insulinspritzen oder im Notfall helfen sollen. Rechtliche Konsequenzen haben sie aber nicht zu befürchten, falls ihnen ein Fehler passiert. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung müssen hilfeleistende Lehrer nicht für Schäden haften, die beispielsweise bei der Medikamentengabe passieren. Außerdem sind angestellte Lehrkräfte gesetzlich unfallversichert, sollten sie sich dabei selbst verletzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. September 2013 15:03 Uhr