City BKK schliesst: Was Versicherte jetzt tun müssen

City BKK schliesst: Was Versicherte jetzt tun müssen

Die Krankenkasse City BKK wird geschlossen. Wie Versicherte jetzt vorgehen sollten, damit der Wechsel in eine neue Krankenkasse problemlos klappt.

Krankenkasse

© dpa

Es kommt nicht nur auf den Zusatzbeitrag an: Patienten sollten vor dem Wechsel der Krankenkasse die Leistungen vergleichen.

Nach einer Entscheidung des Bundesversicherungsamtes wird die City BKK zum 1. Juli 2011 geschlossen. Betroffen sind bundesweit rund 168.000 Versicherte.

Alle Betroffenen sollen schriftlich informiert werden. In Berlin müssen rund 80.000 Versicherte, in Brandenburg ca. 10.000, in eine neue Krankenkasse wechseln.

Pflichtversicherte können neue Kasse auswählen

Versicherungspflichtige Mitglieder können bis zu zwei Wochen nach der Schließung in eine andere Krankenkasse ihrer Wahl wechseln. Der neue Versicherungsschutz schließt sich nahtlos an den bisherigen an.

Arbeitgeber meldet um

Selbst wenn Versicherte nichts unternehmen, müssen sie nicht fürchten, ihre Krankenversicherung zu verlieren. In diesem Fall meldet der Arbeitgeber das Mitglied bei der Krankenkasse an, bei der es vor der Mitgliedschaft bei der CITY BKK versichert war. Wenn diese nicht zu ermitteln ist, wählt der Arbeitgeber eine neue Krankenkasse.

ALG II- und Hartz IV-Empfänger

Bei Beziehern von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II übernimmt die Bundesagentur für Arbeit diese Aufgabe, bei Rentnern der Rentenversicherungsträger.

Freiwillig Versicherte müssen neue Kasse suchen

Freiwillig versicherte Mitglieder, die mehr als 49.500 Euro im Jahr verdienen, müssen hingegen selbst aktiv werden. Sie müssten sich innerhalb von drei Monaten selbst eine neue Krankenkasse suchen, wenn sie im System der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen.

Finanzielle Not

Lange konnten Betriebskrankenkassen mit niedrigen Beiträgen punkten. Seit es einen einheitlichen Beitragssatz gibt, laufen etlichen BKK die Versicherten davon. Nun muss die City BKK aufgeben, auch ein zuletzt 15 Euro hoher Zusatzbeitrag konnte die Kasse nicht retten.

Das Bundesversicherungsamt entschied die Schliessung, weil die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Dauer nicht mehr gesichert sei. Rund 168.000 Versicherte müssen sich jetzt eine neue Krankenkasse suchen. Von der Schließung betroffen sind auch rund 400 Mitarbeiter.

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. Mai 2011 20:49 Uhr