Bessere Ausstrahlung dank aufrechter Körperhaltung

Bessere Ausstrahlung dank aufrechter Körperhaltung

Eine aufgerichtete Körperhaltung ist gesund und sieht gut aus. Wie man den geraden Rücken im Alltag trainieren kann.

Richtige Körperhaltung

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Eine aufgerichtete Körperhaltung ist gesund und sieht gut aus.

Für eine gesunde und ausdrucksstarke Körperhaltung muss man die Wirbelsäule aufrichten. Damit lasse sich die eigene Erscheinung mehr verschönern und verjüngen als mit teuren Cremes oder Operationen. Das sagt der Arzt Christian Larsen aus Zürich. «Wenn die Haut wunderbar straff ist, aber die Haltung die einer alten Frau, dann ist das schade».
Körperhaltung
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Hängebusen und Quellbäuchlein: Eine schlaffe Körperhaltung wirkt wenig attraktiv.

Schlechte Haltung macht häßlich

Um zu unterstreichen, was er meint, lässt er eine junge Frau typische Fehlhaltungen einnehmen. Sie schiebt den Kopf nach vorne, lässt die Schultern hängen. Dadurch entstehe nicht nur ein Rundrücken, erklärt Larsen. Selbst schlanke Frauen wirkten in dieser Haltung so, als hätten sie ein Doppelkinn und einen Hängebusen.

Ebenso weit verbreitet sei das Hohlkreuz, durch das sich ein «Quellbäuchlein» vorwölbt. «Jede Haltung, die nicht aufrecht im Lot ist, ist eine Fehlhaltung», bestätigt Angelika Heck-Darabi vom Deutschen Verband für Physiotherapie in Köln.

Vorbild: Wasserträgerinnen in Afrika

Manche Fehlhaltungen sind individuell. Viele würden aber durch falsche Vorbilder richtiggehend eingeübt, sagt Christian Larsens Ehefrau Claudia: «In der Modefotografie werden heute verkrümmte Haltungen als interessante Posen verkauft.» Als Beispiel führt die Fotografin das berühmte Aktbild von Carla Bruni vor. Sie bemängelt X-Beine, das Becken sei verdreht, nur den Oberkörper halte die Präsidentengattin einigermaßen gerade.

Ein gutes Vorbild seien dagegen Wasserträgerinnen in Afrika, die sich zwangsläufig aufrecht halten müssen: «Mit einer kollabierten Haltung könnten sie keine Lasten auf ihrem Kopf herumtragen.»

Besonders im Büro ist eine aufrechte Haltung wichtig

Da der durchschnittliche Mitteleuropäer seltener Wasser durch die Gegend trägt als er am Schreibtisch sitzt, ist besonders im Büro eine aufrechte Haltung wichtig. Aufrechtes Sitzen erfordere aber Muskelarbeit, erinnert Heck-Darabi. Zu schwache Muskeln, Müdigkeit und Stress ließen viele Büroarbeiter vornüber gebeugt sitzen. Dabei verspannt sich die einseitig belastete Muskulatur - Rücken, Nacken und Schultern schmerzen.

Ellenbogen nicht aufstützen

Und auch die Ausstrahlung auf Mitarbeiter und Kunden leidet. Helen Hannerfeldt rät deshalb, nicht auf der Kante des Bürostuhls zu sitzen, sondern dessen ganze Fläche zu nutzen. Die Unterarme sollten bis zum Ellenbogen auf dem Tisch aufliegen, die Ellenbogen nicht aufgestützt werden, erklärt die Diplom-Psychologin und Verhaltenstrainerin aus Berlin.

Der Kopf wird von einem Faden am Hinterkopf nach oben gezogen

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer gesunden, ausdrucksstarken Haltung sei das Bewusstsein dafür, sagt Christian Larsen: «Die richtige Haltung ist nicht angeboren, man muss sie lernen.» Um dieses zu entwickeln, rät Claudia Larsen, sich mit einer bewusst schlaffen Haltung in Seitenansicht vor den Spiegel zu stellen und sich dann aufzurichten. Dabei sollte man die alte Ballett-Regel befolgen und sich vorstellen, der Kopf werde von einem unsichtbaren Faden am Hinterkopf nach oben gezogen.
Richtige Körperhaltung
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Aufrecht wie ein Cowboy: Auch an der Bushaltestelle lässt sich an der Haltung arbeiten.

Cowboy an der Bushaltestelle

Das richtige Bewusstsein ist zwar ein Anfang, körperliche Ertüchtigung ersetzt es aber nicht. Heck-Darabi rät, für eine bessere Körperhaltung vor allem die Bauch- und Rückenmuskeln zu kräftigen. Aber auch im Alltag lässt sich an einer besseren Haltung arbeiten - zum Beispiel beim Warten an der Bushaltestelle. Claudia Larsen empfiehlt, sich dabei zuerst zu voller Größe aufzurichten, dann die Hände an die Hosentaschen zu legen und wie ein Cowboy die imaginären Revolver sachte nach hinten zu schieben. Dabei sollen die Oberschenkel etwas mit nach außen drehen.

Positive, offene Wirkung

Eine solche aufrechte Haltung verbessere die Ausstrahlung enorm, sagt sie: «Man steht zu sich, man stellt sich der Welt, wirkt offener.» Auch für Helen Hannerfeldt ist eine aufrechte Haltung entscheidend für eine positive, offene Wirkung. Dazu gehöre neben Blickkontakt und Lächeln auch, die Unterarme angewinkelt mit den Handflächen nach oben zu halten. An einer solchen vorbildlichen Haltung hätte vermutlich nicht mal eine gestrenge Großmutter etwas zu mäkeln.

Buch-Tipp:

Claudia Larsen, Christian Larsen
Attraktiver aussehen durch richtige Körperhaltung
Trias
ISBN: 978-3-8304-3446-7
17,95 Euro

Jessica Mentrup
Perfekte Haltung mit Ballett-Workout
Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-64435-5
9,95 Euro

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  • Fit im Büro© DAK/ Rickers
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. Januar 2012 10:24 Uhr