Rückenschmerzen können durch Myome verursacht werden

Wenn Frauen das Kreuz schmerzt, kann das auch auf einen Tumor hinweisen. Auch aus anderen Gründen sollten Frauen sich regelmäßig auf Myome untersuchen lassen.
Rückenschmerzen
Wenn Frauen das Kreuz schmerzt, kann das an einem gutartigen Tumor in der Gebärmutter herrühren. Etwa jede vierte Frau über 30 Jahren hat derartige Myome. © dpa

Frauen sollten besonders Acht geben, wenn der Rücken schmerzt, da die Schmerzen nicht immer den Ausgangspunkt im Rücken haben müssen. Auch Gynäkologische Erkrankungen können Grund für Rückenschmerzen sein. Vor allem Schmerzen, die sich wie ein Gürtel um die Leistungsgegend, das Kreuzbein und die vordere Bauchwand legen, gelten als verdächtig. Auslöser könnten eine veränderte Lage der Gebärmutter, gynäkologische Tumore, chronische Entzündungen und Erkrankungen im Bereich des kleinen Beckens sein.

Achtung bei zyklisch auftretenden Rückenschmerzen

Auch von der Muskelschicht der Gebärmutter oder von der Gebärmutterschleimhaut ausgehende, gutartige Gewebewucherungen sind König zufolge mögliche Ursachen. Frauen sollten auch wachsam sein, wenn die Rückenschmerzen zyklisch auftreten und in den Tagen vor der Menstruation stärker werden. Oft sind häufiger Harndrang, ein Druckgefühl auf die Blase oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Wasserlassen oder beim Stuhlgang weitere Anzeichen einer gynäkologischen Erkrankung. Solche Probleme und die Rückenschmerzen sollten die Betroffenen mit ihrem Arzt besprechen.

Kreuz- oder Ischiasschmerzen durch Gebärmutter- Tumor

Besonders Kreuz- oder Ischiasschmerzen können bei Frauen von einem gutartigen Tumor (Myom) in der Gebärmutter herrühren. Die Myome werden oft nur zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt. Ein Myom entwickelt sich aus Muskelzellen der Gebärmutter. Sein Wachstum ist abhängig von dem Hormon Östrogen. Daher entstehen bei Kindern und Frauen nach der Menopause keine Myome. Zudem sind sie bei Frauen vor dem 25. Lebensjahr sehr selten.

Myome sollten behandelt werden

Behandlungsbedürftig ist der gutartige Tumor, wenn damit Beschwerden wie Schmerzen, verstärkte Blutungen oder Fehl- und Frühgeburten einhergehen. Wenn ein Myom größer wird, kann es die Gebärmutter stark anwachsen lassen und damit die Nachbarorgane Blase und Darm beeinträchtigen. Außerdem kann es sein, dass ein Myom je nach Lage die Fruchtbarkeit einschränkt oder eine Geburt erschwert.

Myome vor der Schwangerschaft abklären lassen

Frauen, die schwanger werden wollen, sollten daher unbedingt ärztlich abklären lassen, ob sie betroffen sind. Etwa jede vierte Frau über 30 Jahren hat demnach Myome. Ein Viertel von ihnen merkt davon nichts, daher werden Myome oft nur zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt. Da ein Myom in sehr seltenen Fällen bösartig werden kann, sollten betroffene Frauen regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen.

Quelle: dpa
Aktualisierung: Donnerstag, 22. Dezember 2011 13:23 Uhr

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