Borkenflechte: Wie man erkrankte Kinder behandelt

Borkenflechte: Wie man erkrankte Kinder behandelt

Bei Kindern weit verbreitet und hochansteckend: Borkenflechte ist nicht ungefährlich und sehr lästig.

Arzt Kinder

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Kranke Kinder müssen Ärzte besonders sorgfältig behandeln.

Borkenflechte, auch Impetigo contagiosa oder Grind genannt, gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Kindern. Sie tritt typischerweise in der Altersgruppe zwischen drei und acht Jahren auf.

Ansteckungsgefahr ist sehr hoch

«Sie ist hochansteckend und wird durch Schmierinfektion übertragen, das heißt über direkten Hautkontakt oder über Gegenstände wie Hand- und Betttücher oder Kleidung, die in Berührung mit der infizierten Haut kamen», warnt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

Staphylokokken oder Streptokokken-Erreger

Meistens bilden sich trüb-wässrige oder eitergefüllte Blasen oder honiggelbe, teils nässende Borken rund um Nase und Mund. Auch die Vorderseiten der Armen und der Gesäßbereich sind betroffen.

Die eitrigen oder offenen Hautstellen enthalten große Mengen an Staphylokokken oder Streptokokken, manchmal auch beide Erreger zusammen.
Besonders empfänglich sind Kinder, die bereits Hautirritationen durch Insektenstiche, Neurodermitis oder andere Ekzeme aufweisen.

Eventuell sogar Antibiotika verabreichen
Zeigt ein Kind irgendeine Art von Hautbläschen beziehungsweise Ausschlag, sollten Eltern in jedem Fall mit ihm zum Arzt gehen. Wenn größere Hautflächen betroffen sind, helfen Antibiotika.
Fingernägel kurz schneiden
Eltern achten am besten darauf, dass die Fingernägel ihrer Kinder kurz geschnitten sind, rät der Kinder- und Jugendarzt. So lässt sich ein mögliches Keimreservoir unter den Nägeln gering halten.
Vorsichtig reinigen
Die befallenen Hautstellen sollten sie vorsichtig mit sauberen Tüchern, desinfizierenden Syndets und warmem Wasser reinigen, bevor sie antibiotische Salben auftragen.

Andere nicht anstecken!
Erkrankte Kinder dürfen erst wieder in die Schule oder den Kindergarten, wenn alle infizierten Hautbereiche abgeheilt sind oder der Beginn einer - erfolgreichen - Antibiotikabehandlung schon 24 Stunden zurückliegt.

Nicht kratzen!

Kinder sollten es vermeiden, sich zu kratzen. Denn das trägt dazu bei, die Bakterien über die Hände auf andere Körperteile oder Menschen weiterzuverbreiten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. Dezember 2009 14:08 Uhr

Kinder-Gesundheit