Sonnenbrand: Die richtige erste Hilfe

Sonnenbrand: Die richtige erste Hilfe

Eine leichte Hautrötung lässt sich durch Kühlen kurieren. Ist ein handfester Sonnenbrand aber erst passiert, helfen Hausmittel nicht mehr weiter.

Sonnenbrand behandeln

© dpa

Einen leichten Sonnenbrand kann man selbst behandeln.

Besonders helle Hauttypen bekommen ihn nach Aufenthalten in der Sonne schnell: einen Sonnenbrand, der richtig schmerzhaft sein kann. Wichtig bei der Behandlung eines Sonnenbrands ist es, schnell zu handeln. Sobald die ersten typischen Anzeichen wie gerötete Haut auftreten, heißt es: Raus aus der Sonne und in den Schatten! Anschließende Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Sonnenbrand wirken grundsätzlich in den ersten 30 Minuten am besten.

Bei Sonnenbrand zuerst Haut kühlen

Kühle tut gut, weil sonnengeschädigte Haut stark durchblutet ist. Das verursacht ein Hitzegefühl. Ein bekanntes Hausmittel bei Sonnenbrand: Quark (natürlich pur, also ohne Zucker oder Früchte) auf die Haut auftragen. Ebenso verschaffen fettfreie Gele und Lotionen, am besten mit Aloe Vera, Linderung. Auch feuchte Umschläge helfen. Wer mag, kann ein kühles Bad in der Wanne oder einem schattigen Pool nehmen.

Schmerzmittel bei Sonnenbrand

Erlaubt ist alles, was sich gut anfühlt so lange es nicht unangenehm kalt wird. Brennt die Haut stark und hat man Schmerzen, kann man zu gängigen, leichten Schmerzmitteln greifen. Bilden sich erst Blasen auf der Haut, kann der Arzt eine entzündungshemmende Lotion verschreiben. Experten sprechen dann von einem Sonnenbrand zweiten Grades.

Bei Sonnenbrand zweiten Grades zum Arzt gehen

Ein Sonnenbrand zweiten Grades kann Narben hinterlassen, unter Umständen treten auch Pigmentstörungen auf. Der Sonnenbrand ab dieser Stärke gehört in ärztliche Behandlung. Sind die Verbrennungen abgeheilt, sollten Betroffene auf jeden Fall für eine Weile beim Sonnenbaden kürzertreten.

Haut vor dem Sonnenbad behandeln

Besser ist es natürlich, die Haut vor dem Sonnenbad zu behandeln. Dabei gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. Wichtig ist auch, genügend Sonnencreme aufzutragen. «Für ausreichenden Schutz braucht die Haut rund zwei Milligramm Sonncreme pro Quadratzentimeter Haut», sagt der Münchner Hautarzt Christoph Liebich vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. Bei einem ausgewachsenen Mann sind das mindestens 25 Gramm.

Sonnencreme alle drei Stunden neu auftragen

«Trägt man zu wenig auf, wird aus einem Lichtschutzfaktor 50 ganz schnell ein Faktor 20.» Alle drei Stunden muss die Creme neu aufgetragen werden. «Auch wenn draufsteht, dass sie wasserfest ist.» Manch einer verzichtet lieber auf einen hohen Lichtschutzfaktor, weil er gern braun werden möchte. «Bräune muss man aber eigentlich als Hautkrankheit betrachten», stellt Liebich klar.

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  • 3. Tipp: Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen!
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Quelle: kra/BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. April 2018 11:37 Uhr

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