Küchenhygiene: 10 Tipps

Küchenhygiene: 10 Tipps

Keime in der Küche können krank machen. Wer die wichtigsten Hygieneregeln beachtet, ist auf der sicheren Seite. Zehn goldene Regeln.

  • Frau in der Küche© dpa
    Mit der Zunahme der Außer-Haus-Verpflegung geht das Alltagswissen zur Küchenhygiene mehr und mehr verloren. Die Folgen: In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die auf lebensmittelbedingte Infektionen zurückzuführen sind. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich gegen solche Infektionen zu schützen.
  • 1. Hände waschen© dpa
    Viele Menschen waschen sich in der Küche zu selten oder nicht gründlich genug die Hände. Dabei ist die Handhygiene von zentraler Bedeutung für die Reduzierung gefährlicher Keime. Die goldene Regel: Vor der Zubereitung der Speisen die Hände waschen und zwischendurch nach dem Niesen, Naseputzen, nach dem Kontakt mit Haustieren oder wenn man Abfälle berührt hat. Mehr dazu:Hygiene: Richtiges Händewaschen dauert 30 Sekunden
  • 2. Kreuzkontamination vermeiden© dpa
    Auch wer etwa von rohem Fleisch zu Gemüse wechselt, kommt um das Händewaschen nicht herum. Mindestens genauso wichtig: Messer und Schneidebretter müssen nach dem Schneiden von Fleisch gründlich gereinigt werden. Sonst werden andere Lebensmittel, die damit bzw. darauf verarbeitet werden, kontaminiert. So landen beispielsweise Campylobacter-Bakterien oder Salmonellen vom rohen Hühnchen in der Salatbeilage und dann im Magen. Eine gute Idee sind Schneidebretter in zwei verschiedenen Farben: Eine für Fleisch oder Fisch, die andere für Rohkost.
  • 3. Schneidebretter regelmäßig austauschen© dpa
    Schneidebretter aus Kunststoff und Holz sind besser für die Haltbarkeit von Messern, aber auch keimanfälliger als Schnittunterlagen aus Glas. Denn in den weichen Materialien bilden sich schnell feine Ritzen und tiefe Riefen, in denen sich die Keime wohlfühlen und vermehren. Daher sollten die Schneidebretter regelmäßig ausgetauscht werden.
  • 4. Mehrere Geschirrtücher verwenden© dpa
    Ein Tuch fürs Geschirr, eins für die Hände - wer diese Regel beherzigt, bleibt eher gesund. Denn Geschirrtücher werden schnell zu Keimschleudern. Sie sollten nie länger als eine Woche benutzt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden - bei sichtbarer Verschmutzung sofort. Mehr dazu:Geschirrhandtücher: Bakterien vermeiden
  • 5. Kühlschrank und Mülleimer reinigen© dpa
    Experten empfehlen, alle vier bis sechs Wochen den Kühlschrank zu säubern. Und auch am Mülleimer tummeln sich Bakterien und Keime. Wer kann, benutzt einen Treteier. Denn der muss nicht mit der Hand geöffnet werden. So kommen wenigstens keine Keime an die Hände. Mehr dazu:Kühlschrank putzen: Auf die Reihenfolge kommt es an
  • 6. Kühlkette nicht unterbrechen© dpa
    Tiefgekühlte und gekühlte Waren müssen möglichst ohne Unterbrechung der Kühlkette in den heimischen Kühlschrank gebracht werden, damit sich keine Keime in den Lebensmittel vermehren können. Wer einen weiteren Weg vom Supermarkt nach Hause hat, kann zu Kühltasche und Kühlakkus greifen. Mehr zum Thema:Tiefkühlkost: Auf das richtige Maß kommt es an
  • 7. Speisen ordentlich durchgaren© dpa
    Das gleichmäßige und vollständige Erhitzen von Speisen auf 70 bis 100 Grad tötet die meisten Krankheitserreger ab. Dabei darauf achten, dass das Fleisch auch im Inneren erhitzt wurde. Besonders viele Bakterien tummeln sich auf rohem Hühnchen und Hackfleisch. Mehr dazu:Hackfleisch innerhalb von 24 Stunden verabeiten
  • 8. Spülbürste und Lappen austauschen© dpa
    Schwämme, Lappen und Spülbürsten sind wahre Keimschleudern. Auch hier gilt: Regelmäßig austauschen, gegebenenfalls desinfinzieren. Bürsten und Schwämme lassen sich beispielsweise in der Spülmaschine reinigen, Lappen gehören in die Waschmaschine. Mehr dazu:Spülschwamm im Geschirrspüler reinigen
  • 9. Lebensmittel fachgerecht lagern© dpa
    Je frischer Lebensmittel sind, desto geringer ist in der Regel die Anzahl der Keime. Am besten ist es daher, Lebensmittel möglichst frisch zu kaufen und sie fachgerecht zu lagern. Vergammeltes gehört immer in den Müll statt in den Topf. Mehr dazu:Lebensmittel richtig lagern
  • 10: Spülmaschine reinigen© dpa
    Die Spülmaschine tötet Bakterien zwar bei einer Temperatur von 60 Grad ab. Dennoch ist es ratsam, die Tür zwischen zwei Spülgängen leicht geöffnet zu lassen, damit der Innenraum der Maschine trocknen kann. Um das Ansammeln von Restwasser zu vermeiden, darf der Ablaufschlauch nicht abknicken. Wer die Siebe regelmäßig reinigt, stellt zudem sicher, dass sich auf den dort zurückgehaltenen Speiseresten keine neuen Bakterien ansiedeln. Mehr dazu:Geschirrspüler reinigen, Verstopfungen verhindern

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