Muskeln zucken: Woran liegt das?

Muskeln zucken: Woran liegt das?

Fangen die Muskeln plötzlich an zu zucken, empfinden das viele Menschen als lästig. Doch wie kommt das Zucken eigentlich zustande? Und wie kann man vorbeugen?

Zuckreflex am Auge

© dpa

Zuckt das Augenlid, liegt das meist an einem überreizten Nervensystem. Betroffene sollten sich etwas Ruhe gönnen.

Es kommt an der Hand vor, neben den Augen, manchmal auch in den Beinen: Muskeln zucken unwillkürlich. Das sieht komisch aus und kann auch unangenehm sein. Denn eigentlich hat man seine Muskeln ja ganz gern unter Kontrolle. Und tatsächlich lohnt es sich, dem nachzuspüren. Der Körper macht ja wenig ohne Hintergedanken.

Warum fangen Muskeln an zu zucken?

Meist steckt ein überreiztes Nervensystem dahinter. «Der Organismus ist in einer Art Habachtstellung», erklärt Orthopädin Caroline Werkmeister, die das Athleticum am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf leitet. Daher leiten die Nerven Impulse weiter, die sie normalerweise getrost ignorieren würden. In der Folge zucken sogenannte Muskelfaszikel - kleine Pakete aus Muskelfasern.

Ist das gefährlich?

Gefährlich ist das in den meisten Fällen nicht, sagt die Ärztin. Nur selten verbergen sich hinter zuckenden Muskeln Nebenwirkungen von Medikamenten oder ernsthaftere Ursachen wie ein entgleister Elektrolythaushalt oder eine Nervenerkrankung.

Was hilft gegen Muskelzucken?

Einen Gang runterschalten. Das System gerät nicht einfach so in diesen Zustand der Überreizung. Meist sind zu wenig Schlaf, zu viel Stress oder eine emotionale Ausnahmesituation der Grund. Es lohnt sich also, zu überprüfen, ob man selbst etwas zur Entspannung beitragen kann.

Einfach mal richtig ausschlafen

Werkmeister schlägt etwa Autogenes Training vor. «Oder einen uralten Trick: einfach mal richtig ausschlafen.» Dann geben vielleicht auch die Muskeln Ruhe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. März 2018 14:34 Uhr