Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten

Eltern und Erzieher wissen: Krippen und Kindergärten sind Brutstätten für Viren und Bakterien aller Art. Umso wichtiger ist es, kranke Kinder lange genug fernzuhalten. Aber wie lange ist genug? Die wichtigsten Kinderkrankheiten im Überblick.

  • Kinderkrankheiten© S.-Hofschlaeger/ www.pixelio.de
    Einfache Erkältungen gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten - und zu den harmlosesten.
  • Grippale Infekte© dpa
    Symptome für einen grippalen Infekt sind Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Kinder brauchen dann viel Ruhe - und viel Flüssigkeit. Sie sollten so lange zu Hause bleiben, bis sie einen ganzen Tag lang richtig fit waren. Wer abends sagen kann: Heute hätte das Kind wieder in die Kita gekonnt, und das ohne fiebersenkende Medikamente, ist das Kind gesund.
  • Magen- und Darminfekte© dpa
    Das A und O bei Magen- und Darminfekten ist Flüssigkeit. Je kleiner das Kind ist, desto gefährlicher ist ein Durchfall - weil es austrocknen kann. Erst nach zwei Tagen ohne Symptome ist das Kind wieder gesund. Meldepflichtig sind Infektionen mit Rotaviren, Adeno- und Noroviren. Stellt ein Arzt eine solche Infektion fest, übernimmt er meist die Meldung beim Gesundheitsamt. Die Eltern sollten den Kindergarten informieren.
  • Bindehautentzündung© dpa
    Bei einer Bindehautentzündung sind die Augen rot und tränen, die Lider verklebt. Ein Kinderarzt sollte feststellen, ob es sich um eine allergische, virale oder bakterielle Bindehautentzündung handelt. Bakterielle Entzündungen werden mit antibiotischen Augentropfen behandelt. Bekommt das Kind solche Tropfen, muss es in der Regel rund zwei Tage zu Hause bleiben.
  • Hand-Fuß-Mund-Krankheit© dpa
    Auf Fieber und grippeähnliche Symptome folgen bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit oft schmerzhafte Bläschen im Mund und ein Ausschlag an Hand- und Fußinnenflächen, der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Kinder sollten so lange zu Hause bleiben, bis die Bläschen abgeheilt sind.
  • Scharlach© dpa
    Kinder mit Scharlach bekommen Fieber, Halsweh, erbrechen sich und haben Schluckbeschwerden. Die Zunge ist weiß belegt, schwillt an und rötet sich nach einigen Tagen zur typischen "Himbeerzunge". Vom Oberkörper über Bauch und Beine breitet sich ein rötlicher Ausschlag aus. Mit Antibiotika muss ein Kind zwei Tage zu Hause bleiben, ohne drei Wochen lang. In Sachsen und Thüringen besteht Meldepflicht für Scharlach.
  • Windpocken© dpa
    Bei Windpocken verteilen sich kleine rote Flecken über den ganzen Körper, die zu juckenden Bläschen mit wässrigem Inhalt werden. Am wichtigsten ist die Behandlung des Juckreizes, da sonst durch das Kratzen unschöne Narben entstehen können. Sind alle Stellen verschorft, können Kinder wieder in die Kita. Gegen den Windpockenerreger gibt es eine Impfung. Windpocken sind bereits bei Verdacht meldepflichtig.
  • Masern© dpa
    Masern kündigen sich durch Husten, Schnupfen und Fieber an. Die Temperatur sinkt und steigt nach einigen Tagen wieder. Hinter den Ohren und im Gesicht beginnt der rote Ausschlag. Nach einem Masern-Ausbruch sollten Kinder vier Tage daheim bleiben. Es gibt eine Impfung, die noch bis zu drei Tage nach dem Kontakt zu Erkrankten nachgeholt werden kann. Bei Masern ist schon der Verdacht meldepflichtig.
  • Mumps© dpa
    Mumps beginnt in der Regel mit Fieber, grippeähnlichen Symptomen oder Erbrechen und Bauchweh. Charakteristisch ist eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Nach Ausbruch der Krankheit sollten Kinder neun Tage zuhause bleiben. Meldepflicht besteht bereits bei Verdacht. Gegen Mumps werden Kinder gemeinsam mit Masern und Röteln geimpft. Bis zu drei Tage nach dem Kontakt zu Erkrankten kann man die Impfung nachholen.

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