Wachstumsschmerzen: Was hilft?

Wachstumsschmerzen: Was hilft?

Wacht das Kind nachts auf und klagt über schlimme Schmerzen in den Beinen, ist meist Wachstum der Grund. In Ausnahmefällen kann jedoch mehr dahinterstecken.

Schmerzen in der Nacht

© dpa

Schmerzen statt Schlaf: Jedes dritte Kind im Vor- und Grundschulalter leidet unter Wachstumsschmerzen. Die Beschwerden treten in der Regel nachts auf.

Klagt ein Kind nachts über ziehende oder brennende Schmerzen in den Beinen und Armen, können Wachstumsschmerzen dahinterstecken. Bis zu ein Drittel der Kinder im Vor- und Grundschulalter ist davon betroffen.

Was hilft gegen Wachstumsschmerzen?

Bei manchen Kindern helfen Massagen, Wärmflaschen oder auch Kühlkissen, erklärt der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie. Eine Therapie gibt es nicht. In seltenen Fällen kann der Arzt Schmerzmittel verordnen.

Wann und wo treten Wachstumsschmerzen auf?

Wachstumsschmerzen treten nicht bei Belastung auf, sondern in Ruhephasen, meist nachts. Sie betreffen hauptsächlich die Waden, Kniekehlen, Schienbeine oder Vorderseiten der Oberschenkel in beiden Beinen gleichzeitig. Gelenke sind nicht betroffen. Morgens ist der Spuk in der Regel vorbei, und die Kinder können ganz normal aufstehen und laufen.

Woher kommen die Schmerzen?

Woher die Schmerzen kommen, wissen Ärzte noch nicht genau. Es könnte sein, dass die Knochenhaut unter Spannung gerät, wenn ein Kind wächst. Möglich wäre auch, dass die Knochen beim Wachsen ermüden.

Wann sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt?

Klagen Kinder über anhaltende Schmerzen, sollten Eltern einen Arzt zurate ziehen. Neben Wachstumsschmerzen können nämlich auch schwerwiegende Erkrankungen Schmerzen in Beinen und Armen verursachen: Rheuma etwa oder ein unbemerkter Knochenbruch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. September 2017 14:48 Uhr