Fieberkrampf: So reagieren Eltern richtig

Fieberkrampf: So reagieren Eltern richtig

Da Fieberkrämpfe auch bei niedrigen Körpertemperaturen möglich sind, können sich Eltern nicht darauf vorbereiten. Ein Experte erklärt, was in solchen Situationen zu tun ist.

Fiberthermometer und Medikamente

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Zu Fieberkrämpfen kann es schon bei Körpertemperaturen zwischen 38 und 38,5 Grad kommen.

Einen Fieberkrampf verbinden viele Eltern mit sehr hohem Fieber. Tatsächlich kommt er aber häufig bei Temperaturen zwischen 38 und 38,5 Grad Körpertemperatur vor, erklärt Janko von Ribbeck, der ein Buch über Erste Hilfe bei Kindern geschrieben hat.

Symptome bei einem Fieberkrampf

Deshalb trifft es Eltern oft völlig unvorbereitet: beim Autofahren, Spielen oder im Supermarkt. Das Kind ist nicht mehr ansprechbar, es zuckt und krampft, verdreht die Augen nach oben. «Das sieht sehr beängstigend aus», sagt von Ribbeck.

Fieberkrämpfe dauern wenige Minuten

Solche Krämpfe dauern aber in der Regel nur zwei bis vier Minuten. Eltern sollten zumindest versuchen, ruhig zu bleiben und sich vor Augen zu führen, dass Fieberkrämpfe im medizinischen Sinne harmlos sind. Am besten schauen die Eltern, dass sich das Kind im Krampf nicht verletzt und warten, bis es vorbei ist. Wer unsicher ist, kann unter der Nummer 112 einen Notarzt rufen.

Notarzt rufen bei andauerndem Fieberkrampf

Das gilt vor allem dann, wenn dieser Zustand zu lange anhält. Ein Fall für den Notarzt ist ein Fieberkrampf, wenn er länger als 15 Minuten dauert und die Muskelkrämpfe einseitig sind. Das Kind bekommt dann krampflösende Medikamente, und der Fieberkrampf klingt normalerweise rasch ab, wie das Institut für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen auf seinem Patienteninformationsportal erläutert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. Mai 2017 13:45 Uhr