Insektenstich: Wann zum Kinderarzt?

Insektenstich: Wann zum Kinderarzt?

Wird das Kind von einer Wespe oder Biene gestochen, müssen Eltern nicht immer gleich zum Arzt. In bestimmten Fällen sollte er sich die Einstichstelle aber ansehen.

Wespe an einem Löffel

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Nicht selten reagieren Kinder auf die Stiche von Wespen allergisch.

Wird ein Kind von einer Biene oder Wespe gestochen, ist das erstmal kein Grund zur Sorge. Es sei denn, die Haut des Kindes reagiert nicht nur an der Einstichstelle, sondern auch woanders. In dem Fall sollte sich ein Arzt die Hautrötung anschauen, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Notfall-Set bei allergischer Reaktion

Stellt der Kinderarzt fest, dass es sich um eine starke allergische Reaktion handelt, müssen die Eltern eventuell künftig ein Notfall-Set dabeihaben. Dieses enthält der Bundesapothekerkammer zufolge in der Regel drei Medikamente: eine Adrenalinspritze, die im Notfall den Kreislauf stabilisiert, ein Antihistaminikum in Form von Tropfen, das die allergische Reaktion bekämpft, sowie Cortison, das abschwellend wirkt und die Immunreaktion sofort dämpft.

Spezifische Immuntherapie mit Insektengift

Eltern sollten sich die Anwendung der Medikamente vom Kinderarzt genau erklären lassen. Ist der Betroffene schon im Jugendalter, kommt den Kinderärzten zufolge auch eine spezifische Immuntherapie infrage. Dabei wird der Körper über drei bis fünf Jahre hinweg langsam an das Insektengift gewöhnt. Insektengiftallergien gehören zu den häufigsten Allergien bei Kindern.
Wespe ist kein Grund zur Panik
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. März 2017 11:33 Uhr