Demenz frühzeitig vorbeugen

Demenz frühzeitig vorbeugen

Noch ist kein Kraut dagegen Demenz und Alzheimer gewachsen. Doch der Einzelne kann viel tun. Er muss nur rechtzeitig auf sich achtgeben.

Bewegung beugt Demenz vor

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Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren - das beugt Demenz vor.

Demenz und Alzheimer - das klingt nach Alte-Leute-Krankheiten, um die man sich als junger Mensch noch nicht kümmern muss. Neue Studien besagen etwas anderes. Aktuellen Hochrechnungen zufolge ließe sich jede dritte Erkrankung durch frühzeitiges Vorbeugen vermeiden. Zum Beispiel, indem derjenige jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, sich um einen fordernden Job bemüht, gesund isst und nicht raucht.

Demenz vorbeugen: So geht‘s

Bewegung, Nikotinverzicht und eine gesunde Ernährung etwa beugen Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen vor, erklärt die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Das wirke sich auch aufs Gehirn aus, denn diese Erkrankungen fördern neurodegenerative Prozesse - also den Verlust von Nervenzellen. Umgekehrt bleibt das Gehirn fit, wenn der Geist regelmäßig stimuliert wird - zum Beispiel durch ein anspruchsvolles Buch oder einen fordernden Job, in dem man seine Aufgaben selbst plant.

Demenzrisiko durch Lebensstil ausgleichen

Wer genetisch bedingt ein erhöhtes Risiko hat, an Demenz zu erkranken, kann dieses Risiko durch einen gesunden Lebensstil womöglich sogar ausgleichen. In einer Studie mit 6619 Patienten über 75 Jahren entwickelten Patienten mit einer bestimmten Genvariante deutlich häufiger Alzheimer. Jene, die sich viel bewegten, erkrankten dagegen seltener. Besonders häufig betroffen war, wer die Genvariante in sich trug und sich auch noch wenig bewegte. Die Autoren gehen davon aus, dass genetisch vorbelastete Menschen besonders von einem aktiven Lebensstil profitieren.

Bluthochdruck und Diabetes gut behandeln

Daneben ist der DGPPN zufolge wichtig, dass Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen gut behandelt werden. Je schlechter zum Beispiel ein Diabetiker mittleren Alters eingestellt ist, desto höher ist sein Risiko, später dement zu werden. In Deutschland haben 1,6 Millionen Menschen eine Demenzerkrankung, die meisten unter ihnen sind an Alzheimer erkrankt. Ein Heilmittel gibt es nicht.

Empfehlungen der WHO

Die World Health Organization (WHO) hat im Mai 2019 erstmals Leitlinien zur Vorbeugung von Demenz vorgestellt. Das Dokument weist unter anderem auch auf dem Zusammenhang von Übergewicht, Alkoholkonsum und Einsamkeit mit Demenz hin. Der Effekt auf das Demenzrisiko ist jedoch nicht bei allen Faktoren gleich stark. Die WHO rät den Staaten und Akteuren im Gesundheitswesen, in diesen Bereichen gegenzusteuern.

Alzheimer vorbeugen: 10 Tipps

  1. regelmäßig bewegen
  2. mit dem Rauchen aufhören
  3. ausgewogen und gesund ernähren
  4. Alkoholkonsum reduzieren
  5. soziale Kontakte pflegen
  6. Übergewicht vermeiden
  7. Bluthochdruck behandeln
  8. Diabetes behandeln
  9. Fettstoffwechselstörungen behandeln
  10. Depression behandeln
Demenz macht Angst
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Demenz

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. Mai 2019 09:39 Uhr