Sonnenschutz: Welcher Hauttyp braucht wieviel?

Sonnenschutz: Welcher Hauttyp braucht wieviel?

Langsam an die Sonne gewöhnen ist der erste Hautschutz. Zudem sollte je nach Hauttyp die passende Creme verwendet werden.

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© DAK

Familie mit Kindern am Strand unter einem Sonnenschirm.

Sonne tut Körper und Seele gut - aber nur wenn die Haut nicht leidet. Generell sollte man sich nie uneingecremt in die Sonne legen. Außerdem gilt: Je jünger und je hellhäutiger ein Mensch ist, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) des Sonnenschutzmittels sein.

Hauttypen I bis IV: Wer darf wie lange in die Sonne?

Menschen mit Hauttyp I, also sehr heller Haut, Sommersprossen, blauen Augen und rötlichen Haaren, bekommen schon nach 3 bis maximal 10 Minuten Sonnenbrand.

Bei Hauttyp II - das heißt bei blonden Haaren und grauen, blauen oder grünen Augen - rötet sich die Haut nach 10 bis 20 Minuten.

Hauttyp III hat dunkelblonde Haare und graue oder braune Augen, er kommt 20 bis 30 Minuten ohne Sonnencreme aus.

Hauttyp IV mit dunklen Haaren, braunen Augen und hellbrauner Haut schließlich kann sich meist bis zu 40 Minuten unbeschadet in der Sonne aufhalten.

Nachcremen verlängert Schutz nicht

Ein Beispiel: Cremt sich Hauttyp I bei einer Eigenschutzzeit von 3 Minuten zum Beispiel nur mit einem LSF 10 ein, kann er sich am Tag gerade mal 30 Minuten unbeschadet in der Sonne aufhalten. Das ist die Gesamtzeit, die sich auch durch Nachcremen nicht ändert. Wichtig ist das Nachcremen trotzdem, denn etwa Baden und Abtrocknen zerstören den Schutz.

Schutz vor UV-A und UV-B-Strahlen

Bei der Auswahl des richtigen Mittels ist darauf zu achten, dass es sowohl vor UV-A- wie auch vor UV-B-Strahlen schützt. Die UV-B-Strahlen sind verantwortlich für den Sonnenbrand der Haut. Die UV-A-Strahlung bringt eher Langzeitschäden und kann eine vorzeitige Hautalterung und Störungen des menschlichen Immunsystems bewirken. Beide Strahlungsarten tragen außerdem stark zur Entwicklung von Hautkrebs bei.

UV-Index bietet Orientierung

Bei der Auswahl des Sonnenschutzmittels sollte man sich am UV-Index orientieren. Darauf weisen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention hin. Er gibt die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+ an. Für Anfang Mai ist z.B. bereits mit Werten zwischen 4 und 6 zu rechnen.

Lichtschutzfaktor muss doppelt so hoch wie UV-Index sein

Empfehlenswert ist laut dem Bundesamt für Strahlenschutz dann, unbedeckte Hautstellen mit Sonnencreme zu schützen. Der Lichtschutzfaktor sollte demnach mindestens doppelt so hoch wie der UV-Index sein. Außerdem hält man sich in der Mittagszeit am besten im Schatten auf. Die Prognose für den UV-Index kann man unter www.bfs.de nachschauen.

Kinderhaut ist dünner

Kinder brauchen dabei noch dringender Schutz als Erwachsene. Jugendliche Haut ist zum einen von Natur aus deutlich empfindlicher als ältere Haut: Sie ist dünner und kann sich gegen Zellen, die sich durch die UV-Strahlen verändert haben, weitaus schlechter wehren. Zum anderen steigt das Krebsrisiko, je öfter ein junger Mensch den Strahlen ausgesetzt ist. 60 Prozent der UV-Belastung nimmt der Körper in jungen Jahren auf.

Siesta einhalten!

Generell sollte man zwischen 11.00 und 15.00 Uhr aus der Sonne bleiben. 75 Prozent der gefährlichen UV-B Strahlung lassen sich so vermeiden. Sinnvoll ist zudem, bei sommerlichem Wetter stets eine Kopfbedeckung und leichte Kleidung zu tragen.

Sonnenschutzmittel und schützende Textilien kombinieren

Sonnenschutzmittel sind dann ein zusätzlicher Schutz - vor allem für Körperpartien, die sich nicht oder nur teilweise durch Textilien schützen lassen, wie Nacken, Hals oder Hände und Lippen, Ohren oder Nasenrücken. Sogenannter liposomale Sonnencreme muss dabei nur einmal täglich aufgetragen werden.

Fotostrecke:

  • 1. Tipp: Kinder besonders schützen!© Techniker Krankenkasse
    Tipps für gesundes Sonnenbaden

Quelle: dpa/bearbeitet Berlin.de

| Aktualisierung: Freitag, 6. Mai 2016 13:49 Uhr

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