Wann Nasenbluten ein Fall für den Arzt ist

Wann Nasenbluten ein Fall für den Arzt ist

Schnauben, wischen, tupfen: Die Nase blutet relativ leicht. Meistens ist das aber harmlos. Hat man öfter Nasenbluten oder nimmt blutverdünnende Medikamente, sollte man aber zum Arzt gehen.

Gereizte Schleimhäute

© dpa

Wenn nach dem Schnauben Blut im Taschentuch ist, ist das in der Regel harmlos. Bei wiederholtem Nasenbluten sollte man aber zum Arzt gehen.

Nasenbluten kein Grund zur Panik

Läuft hellrotes Blut aus der Nase, ist das erstmal kein Grund zur Panik. Meist ist ein kleines Blutgefäß in der Nase geplatzt - etwa weil die Schleimhäute trocken und die Gefäße dadurch verletzlich sind.

Gefäße können leicht platzen

Nur kurz die Nase geputzt und dann ist Blut im Taschentuch: Die Nase ist besonders anfällig für Blutungen, denn die Gefäße liegen nur knapp unter der Oberfläche, erklärt Joachim Wichmann, Vizepräsident des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Bei wiederholten Blutungen Arzt konsultieren

In der Regel sind diese Blutungen harmlos. «Meistens bleibt es nicht beim Naseputzen, sondern es wird zusätzlich gepult, gepopelt und gewischt - das kann die kleinen Gefäße verletzen.» Hat man zum ersten Mal Nasenbluten, braucht man damit auch nicht zum Arzt gehen. Tritt es aber wiederholt auf, sollte man das doch abklären lassen. Denn: «Hinter jeder Kleinigkeit kann sich etwas Großes verstecken», sagt Wichmann.

Ältere Menschen häufiger von Nasenbluten betroffen

Bei älteren Menschen kommt Nasenbluten häufiger vor, weil die Schleimhäute generell schnell austrocknen. Ihnen helfen eventuell Nasensalben oder Nasenöle. Zudem sollten Betroffene viel trinken.

Erhöhter Blutdruck als mögliche Ursache

Je älter der Patient ist, desto problematischer kann Nasenbluten sein. «Denn mit dem Alter steigt der Blutdruck. Nasenbluten kann die Folge eines zu hohen Blutdrucks sein. Da muss man dann auch die Ursache anpacken.» Auch wer blutverdünnende Medikamente nimmt, sollte mit Nasenbluten zum Arzt gehen. Damit wartet man besser auch nicht zu lange, denn die Nase regeneriert sich schnell und mitunter ist von dem Problem nach wenigen Tagen nichts mehr zu sehen.
Mädchen mit Nasenbluten
© dpa

Ein heftiges Niesen reicht manchmal aus: Schon tropft das Blut. Meist sieht Nasenbluten aber schlimmer aus, als es ist.

Sofortmaßnahmen bei Nasenbluten

Bei Nasenbluten gilt es, den Kopf nach vorne zu beugen und die Nase ausbluten zu lassen, erklärt Wichmann. So läuft das Blut auch nicht in den Magen und löst dort unter Umständen Übelkeit aus. «So viel Eisen auf einmal - das kann der Körper nicht vertragen» warnen die HNO-Ärzte des HNOnet NRW und raten weiter, einen kalten Lappen in den Nacken zu legen. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zum Arzt gehen sollten Erwachsene mit Nasenbluten, wenn sie immer wieder aus der Nase bluten, das Bluten auch nach 15 Minuten nicht nachlässt oder das Blut nicht hellrot ist.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. März 2018 18:19 Uhr