Gastritis: Wie erkennt und behandelt man eine Magenschleimhautentzündung?

Gastritis: Wie erkennt und behandelt man eine Magenschleimhautentzündung?

Eine entzündete Magenschleimhaut verursacht Magenschmerzen- und im Ernstfall auch mehr. Wie man eine Gastritis erkennt und behandelt und warum man sie nicht unterschätzen sollte.

Magenschmerzen richtig deuten

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Magenschmerzen können auf eine Gastritis hindeuten. Foto: David Ebener

Eine entzündete Magenschleimhaut ist eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit. Die Signale des Körpers sollten Betroffene richtig und auch rechtzeitig deuten. Denn zu lange darf ein Besuch beim Arzt in dem Fall nicht aufgeschoben werden.

Symptome einer Gastritis

Magenschmerzen, Völlegefühl oder ein aufgeblähter Bauch können Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung sein. Neben Magenschmerzen können auch Übelkeit, Sodbrennen, Aufstoßen oder Appetitlosigkeit auf die sogenannte Gastritis hindeuten.

Risiken einer Magenschleimhautentzündung

Betroffene sollten die Beschwerden vom Arzt abklären lassen. Denn dauert die Gastritis länger an, sind Magengeschwüre oder Verletzungen der Magenwand mögliche Folgen.

Gastritis durch Helicobacter-pylori-Bakterien

Ausgelöst wird die Gastritis unter anderem durch bestimmte Bakterien (Helicobacter-pylori-Bakterien). Diese stören die Regulation der Magensäureproduktion, und es kommt zu einer Übersäuerung. Die Bakterien verbreiten sich etwa über Speichel, Erbrochenes, Stuhl, Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Vermutlich stecken sich viele schon in der Kindheit an, bekommen aber nicht zwangsläufig eine Magenschleimhautentzündung.

Gastritis durch Medikamente

Auch die Einnahme bestimmter entzündungshemmender Schmerzmedikamente (Nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR) können zu einer Entzündung der Magenschleimhaut führen. Wer diese Mittel nur kurz einnimmt, hat in der Regel nichts zu befürchten, über einen längeren Zeitraum können sie die Schutzfunktion der Magenschleimhaut stören und sie anfälliger machen.

Gastritis durch Alkohol, Stress, Rauchen

Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einer Magenschleimhautentzündung führen. Rauchen, Stress und stark fett- oder zuckerhaltige sowie scharfe Speisen können die Beschwerden einer Gastritis verstärken.

Behandlung einer Gastritis

Bei einer Gastritis durch Stress und falsche Ernährung kann es Betroffenen helfen, den Lebensstil zu ändern, also nicht rauchen, auf Alkohol verzichten, die Ernährung umstellen und für mehr Entspannung sorgen. Wenn das nicht ausreicht, kommen säurehemmende Medikamente zum Einsatz. Wird die Gastritis durch Bakterien ausgelöst, bekommen Betroffene zusätzlich Antibiotika.

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Juli 2015 16:20 Uhr

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