Pilze sammeln: Unbekannte Pilze separat aufheben

Pilze sammeln: Unbekannte Pilze separat aufheben

Giftige Pilze sind nicht so leicht zu erkennen, wie viele glauben. Wie Pilzsammler vorgehen sollten, um ein Risiko für die Gesundheit auszuschließen.

  • Ein Korb voller Pilze© dpa
    Ein Korb voller Pilze: Sammler nehmen am besten nur eindeutig essbare Exemplare mit nach Hause.
  • Grüner Knollenblätterpilz© dpa
    Tödliche Gefahr: Der Grüne Knollenblätterpilz kann zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen.
  • Den Pilz vorsichtig abschneiden© dpa
    Wer einen Pilz sicher als essbar erkennt, sollte ihn vorsichtig mit einem Messer abschneiden.
Nehmen Pilzsammler eine unbekannte Art zum näheren Bestimmen mit nach Hause, sollten sie diese von den ihnen bekannten essbaren Pilzen getrennt transportieren und aufbewahren. Darauf weisen die Experten des Botanischen Gartens Berlin-Dahlem hin. Sonst kann zum Beispiel ein tödlich-giftiger Grüner Knollenblätterpilz Sporen abwerfen und die eigentlich genießbaren Pilze zu Giftpilzen machen. Auch von abgebrochenen Stücken des Giftpilz-Fruchtkörpers geht diese Gefahr aus.

Kann der Sammler erkennen, ob ein Pilz giftig ist?

Auf Nummer sicher geht nur, wer essbare Pilze eindeutig erkennen kann. Weder Schneckenfraß noch Madengänge deuten darauf hin, dass ein Pilz ungiftig ist. Und auch ein anlaufender Silberlöffel oder eine mitgekochte Zwiebel sind keine guten Ratgeber, warnen die Fachleute.

Sollte man Pilze herausdrehen oder abschneiden?

Beim Sammeln ist nicht nur in Bezug auf das sichere Erkennen essbarer Pilze Vorsicht angesagt. Die Experten empfehlen, den Pilz mit einem Messer vorsichtig aus dem Boden zu heben oder abzuschneiden, ohne das Erdreich stark durcheinanderzubringen. Sonst könnte das unterirdische Pilzgeflecht Schaden nehmen. Damit dieses kein Licht abbekommt, müssen bei der Ernte entstandene Löcher wieder verschlossen werden.

Wie transportiert man die gesammelten Pilze?

Wer bekannte Speisepilze gefunden hat, säubert sie am besten bereits im Wald. Später lassen sie sich kaum von Sand befreien, wenn dieser etwa in die Lamellen unter dem Hut geraten ist. Auch Stellen, die von Maden durchzogen sind, sollten vor Ort entfernt werden. Transportiert werden Pilze am besten möglichst luftig in Körben, weil sich sonst ihr Eiweiß schnell zersetzt und sie ungenießbar werden.
Ab in die Pilze, aber mit Vorsicht
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. September 2017 13:50 Uhr