Baden: Sprung ins kalte Wasser kann lebensgefährlich sein

Baden: Sprung ins kalte Wasser kann lebensgefährlich sein

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, kann der Sprung ins kalte Wasser Abkühlung bringen - oder lebensgefährlich sein. Experten geben Tipps zum sicheren Baden.

Essen vor dem Schwimmen?

© dpa

Oft wird davor gewarnt, mit einem vollen Bauch ins Wasser zu gehen. Nach dem Essen sind die meisten eher müde und träge. Doch gefährlich ist eine Mahlzeit vor dem Bad nicht.

Sommer, Sonne, Strand: Der Sprung ins kühle Wasser ist da die Krönung. Doch: Die großen Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser verkraftet der Kreislauf nicht. Herzinfarkt oder Schlaganfall können die tödlichen Folgen sein.

Blutdruck steigt durch den Temperaturschock an

Vor allem bei älteren Menschen mit vorgeschädigtem Herz-Kreislaufsystem kann der Kreislauf verrückt spielen. Denn durch den Temperaturschock steigt der Blutdruck stark an, zugleich ziehen sich die Gefäße zusammen, und ein gewaltiger Druck lastet auf dem Kreislauf. Mögliche Folge ist ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Baden: Erst unter der Dusche abkühlen

Es gilt, sich langsam an die kältere Wassertemperatur zu gewöhnen. Grundsätzlich ratsam ist es, den Körper zunächst unter einer Dusche etwas abzukühlen und dann langsam ins Wasser zu gehen. Ist keine Dusche vorhanden: Ebenfalls langsam ins Wasser gehen, die Arme abwechselnd eintauchen und Gesicht und Oberkörper mit dem kühlen Wasser befeuchten bevor man ganz untertaucht.

Baden: Schwimmer sollte nicht auskühlen

Und ist es auch noch so heiß: Nicht zu lange im kühlen Wasser bleiben. Wenn man zu frieren beginnt, dann raus aus dem Wasser gehen und nicht warten, bis die Lippen blau verfärbt sind. Denn wer auskühlt, verliert seine Bewegungsenergie und macht schnell schlapp: Der Körper verwendet die restliche Energie dazu, seine Kerntemperatur aufrecht zu erhalten und nur noch die lebenswichtigen Organe zu versorgen. Der Schwimmer hat dann keine Kraft mehr, das rettende Ufer zu erreichen, wenn er weit draußen ist.

Vor dem Baden auf Alkohol verzichten

Auch Alkohol ist unmittelbar vor dem Baden keine gute Idee: Das Zellgift führt dazu, dass der Schwimmer die Kälte des Wasser weniger stark empfindet und deswegen zu lange drinbleibt. Außerdem neigen alkoholisierte Menschen dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen und die Orientierung zu verlieren. Das kann fatal sein, wenn der Körper im Wasser schlapp macht. Hinzu kommt, dass die hohen Lufttemperaturen die Wirkung des Alkohols noch verstärken.

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Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Juli 2016 09:41 Uhr

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