Brustkrebsvorsorge: Was zahlt die Krankenkasse?

Brustkrebsvorsorge: Was zahlt die Krankenkasse?

Welche Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung werden von jeder Kasse übernommen?

Brustkrebsvorsorge

© dpa

Lassen sich Frauen regelmäßig bei ihrer Vorsorge-Untersuchung über Brustkrebs aufklären, erkennen sie die Krankheit vielleicht früher.

Alle Krankenkassen in Deutschland müssen ihren Mitgliedern regelmäßig bestimmte Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge zahlen.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20

Die normale Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20 zahlt die Krankenkasse einmal im Jahr. Dazu gehöre eine Anamnese, bei der Patient und Arzt im Gespräch klären, ob die Frau eine Vorgeschichte hat, die Krebs begünstigt.

Erweiterte Untersuchung zur Krebsfrüherkennung ab 30

Frauen ab 30 stehe jedes Jahr eine erweiterte Untersuchung zur Krebsfrüherkennung zu, erklärt der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Dabei stelle der Arzt Fragen nach Veränderungen der Brust und der Haut, taste Brust und Achselhöhlen ab und erkläre der Patientin, wie sie ihre Brust regelmäßig selbst zu Hause untersuchen kann.

Brustkrebsfrüherkennung durch Mammografie-Screening ab 50

Eine spezielle Brustkrebsfrüherkennung durch ein Mammografie-Screening bezahlt die Kasse alle zwei Jahre für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Dabei röntgen Spezialisten in einer zertifizierten medizinischen Einrichtung die Brüste der Frau.

Zahlt die Krankenkasse einen Gentest?

Einen Gentest zum Krebsrisiko zahlt die Krankenkasse nicht in jedem Fall. Dafür müssen bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sein, unter anderem eine hohe familiäre Vorbelastung. Bescheinigt die Genanalyse ein erhöhtes Risiko, zahlen laut dem GKV die meisten Kassen die Amputation der Brüste sowie den anschließenden Brustaufbau- allerdings nicht alle. Das sei immer eine Einzelfallentscheidung der Kasse, so eine Sprecherin. Einige Krankenkassen fordern vorab zum Beispiel den Kostenvoranschlag eines zertifizierten Brustkrebszentrums.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. März 2014 11:18 Uhr