Schlaflosigkeit: Am Vollmond liegt es nicht

Schlaflosigkeit: Am Vollmond liegt es nicht

Viele Menschen sind davon überzeugt, bei Vollmond schlechter zu schlafen. Experten halten das eher für einen Mythos.

Vollmond

© dpa

Um den Vollmond ranken sich allerlei Mythen- auch die der angeblichen Schlaflosigkeit.

Der Vollmond ist nach Ansicht von Experten nicht für die Schlafstörungen vieler Menschen schuld - zumindest nicht direkt. Darauf verweist die Krankenkasse DAK.

Schlaf bei Vollmond sogar besonders erholsam

Wer nachts nicht schlafen kann, sollte das nicht auf den Erdtrabanten schieben. Zahlreiche Untersuchungen belegten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und Vollmond gebe, erläutert die DAK.

So hätten zuletzt österreichische Schlafforscher in einer Studie Testpersonen über einen Zeitraum von sechs Jahren ein Schlaftagebuch führen lassen. Das Ergebnis: Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Mondphase und dem Schlaf. Ein Viertel der Studienteilnehmer empfand den Schlaf bei Vollmond sogar als besonders erholsam.

Selbsterfüllende Prophezeiung

«Die selbsterfüllende Prophezeiung, bei Vollmond schlechter zu schlafen, lässt uns dann auch wirklich schlechter schlafen», sagte Schlafexperte Professor Jürgen Zulley von der Universitätsklinik Regensburg der DAK. «Dazu müssen wir aber wissen, dass Vollmond ist.»

Der Mond habe eine geringere Lichtstärke als so manche Laterne. «Also kann auch die vermeintlich hellere Nacht bei Vollmond nicht schuld sein an der Unruhe in manchen Betten», sagt Tanja Knieler von der DAK. «Deshalb Rollo runter, ab unter die Kuscheldecke und am besten gar nicht daran denken, dass Vollmond ist und man dann schlecht schläft.»
 
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. Dezember 2018 16:13 Uhr

Thema: Gesund schlafen