Menopause: Beginn durch Bluttest vorhersagbar

Menopause: Beginn durch Bluttest vorhersagbar

Forscher haben einen Zusammenhang zwischen einem Hormon und dem Beginn der Wechseljahre gefunden. Damit könnte das Thema Familienplanung in vielen Fällen leichter werden.

Frau mit Kinderwagen

© dpa

Die Konzentration eines bestimmten Hormons geht bereits Jahre vor Beginn der Wechseljahre zurück. Damit könnte durch einen einfachen Bluttest ungefähr vorhergesagt werden, wann genau die Menopause (Wechseljahre) einsetzen würde. Das stellte die iranische Wissenschaftlerin Fahimeh Ramezani Tehrani mit einem Forscherteam fest. Familienplanung könnte so deutlich leichter werden.

Konzentration des Anti-Müller-Hormons

«Wir haben festgestellt, dass die Konzentration des Anti- Müller-Hormons (AMH) wesentlich mehr als das chronologische Alter den Beginn der Menopause bestimmt», erklärte Ramezani Tehrani. So sei es ihr gemeinsam mit ihrem Forscherteam durch einen 1998 gestarteten Test an 266 Frauen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren gelungen, ein statistisches Modell zu entwickeln, um von einer Messung der AMH- Konzentration den Beginn der Wechseljahre zu schätzen.

Präzise Vorhersagen möglich

«Wir haben etwa schätzen können, dass eine Frau, die im Alter von 20 eine AMH-Konzentration von 2,8 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) aufweist, zwischen 35 und 38 Jahren in die Menopause kommen müsste.» Die Differenz zwischen der Vorhersage und dem tatsächlichen Eintritt in die Menopause habe nur zwischen vier Monaten und maximal drei bis vier Jahren gelegen.
Arbeiten am Laptop
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Schon bei 20jährigen ist der Beginn der Menopause ablesbar

Ramezani Tehrani stellte außerdem Zusammenhänge zwischen AMH- Konzentrationen in einem bestimmten Alter und einem frühen oder späten Einsetzen der Menopause fest. So deute etwa bei 20-Jährigen eine AMH-Konzentration von 4,1 ng/ml auf eine frühe Menopause im Alter unter 45 hin, eine AMH-Konzentration von 4,5 ng/ml oder mehr hingegen auf einen späten Beginn der Menopause in einem Durchschnittsalter von 52.
Die Wissenschaftlerin ist unter anderem tätig als Präsidentin des «Reproductive Endocrinology Department» des Endokrinologischen Forschungszentrums Teheran und als Gastprofessorin an der «Shahid Beheshti University» in Teheran. Die Testergebnisse sollen an diesem Montag auf dem 26. Kongress der «European Society of Human Reproduction and Embryology» (ESHRE) in Rom vorgestellt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. November 2010 14:09 Uhr

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