Agoraphobie: Platzangst und Angst vor Platz

Agoraphobie: Platzangst und Angst vor Platz

Angstanfälle in überfüllten Räumen oder auf weiten Plätzen- wer darunter leidet, traut sich irgendwann nicht mehr aus dem Haus. Welche Therapie Experten empfehlen.

Fahrgäste einer U-Bahn der BVG

© dpa

Plötzliches Herzrasen, Atemnot und Beklemmungen im Bus oder in der Bahn können Anzeichen für eine Agoraphobie sein. Betroffene haben dabei Angst, sich auf öffentlichen Plätzen oder in engen, überfüllten Räumen aufzuhalten.

Auslöser von Angstattacken

Agoraphobie ist eine Angstattacke. Sie werde häufig von dem Gedanken ausgelöst, sich von sicheren Orten oder Personen zu entfernen, erläutert Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld. Auslöser könne außerdem das Gefühl sein, nicht mehr genügend Bewegungsfreiheit zu haben. Menschen mit einer solchen Phobie meiden zunehmend die sie ängstigen Situationen- in schweren Fällen gehen sie nicht mehr aus dem Haus.

Verhaltenstherapie bei Agoraphobie

Wird die Angststörung nicht psychiatrisch behandelt, kann es Roth-Sackenheim zufolge im Laufe der Zeit zu Depressionen und Alkohol- und Medikamentenmissbrauch kommen. Lassen sich andere psychische oder auch organische Erkrankungen als Ursache für die körperlichen Beschwerden ausschließen, werden die Patienten in der Regel mit einer Verhaltenstherapie behandelt. Dabei müssen sie sich den angstauslösenden Situationen aussetzen und lernen dadurch, dass ihre Ängste unbegründet sind.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. Februar 2012 16:20 Uhr