Somatoforme Störung mit Verhaltentherapie heilen

Somatoforme Störung mit Verhaltentherapie heilen

Schmerzen und Beschwerden, aber der Arzt findet keine Ursache? Meist ist es eine somatoforme Störung, die psychotherapeutisch behandelt werden kann.

Wenn die Seele schmerzt

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Wenn die Seele schreit, leiden Betroffene oft auch körperlich.

Körperliche Probleme ohne organische Ursache beruhen oft auf seelischen Beschwerden. Eine solche sogenannte somatoforme Störung kann sich als Rücken-, Kopf-, Nacken- oder Gelenkschmerz äußern, erläutert Prof. Martin Bohus von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin.

Symptome für eine somatoforme Störung

Auch Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel oder Atemnot sind möglich, ebenso Blähungen, Durchfall oder Bewegungsstörungen. Die Beschwerden entstehen zum Beispiel durch eine belastende Lebenssituation, Stress, Ängste oder eine versteckte Depression. Schätzungen zufolge leiden bis zu einem Drittel der Patienten, die wegen diffuser Beschwerden zum Hausarzt gehen, unter einer somatoformen Störung.

Verhaltentherapie hilft

Betroffene haben oft zahlreiche, ergebnislose Untersuchungen hinter sich. Weil sie aufgrund ihrer Beschwerden angespannt sind und verstärkt auf die Signale ihres Körpers achten, verschlechtert sich ihr Zustand immer mehr.

Bohus rät ihnen, sich dann psychiatrisch-psychotherapeutisch behandeln zu lassen. Hilfreich sei etwa eine Verhaltenstherapie, in der die Patienten lernen, ihre Aufmerksamkeit von den Beschwerden wegzulenken. Dadurch lasse sich das Befinden deutlich verbessern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. Januar 2012 17:15 Uhr