Buchweizen hilft gegen Venenleiden

Buchweizen hilft gegen Venenleiden

Buchweizen ist kein Getreide, enthält also auch kein Gluten- aber einen Wirkstoff, der nachweislich bei Venenschwäche hilft.

Buchweizen

© Martin Bauer GmbH/dpa/tmn

Klingt nach Getreide, ist aber keines: Buchweizen gehört wie Rhabarber zu den Knöterichgewächsen und enthält daher kein Gluten.

Buchweizen ist eine noch immer recht unbekannte Heilpflanze: Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein spielte 'Fagopyrum esculentum' auf dem Gebiet der Medizin keine Rolle. «Erst gegen Ende der 1970er Jahre begann man sich für die Pflanze zu interessieren, als man entdeckte, dass das Buchweizenkraut einen durchschnittlichen Gehalt von rund fünf Prozent Rutin aufweist», sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. 1999 wurde Buchweizen zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Wirkstoff Rutin zur Behandlung von Venenschwäche

Rutin spielt zum Beispiel bei der Behandlung von chronisch venöser Insuffizienz eine wichtige Rolle. An der Venenschwäche leiden etwas 15 Prozent der Bundesbürger. Sie äußert sich laut Mayer unter anderem durch geschwollene Beine sowie starke Schmerzen und kann von Ödemen bis hin zu offenen Beingeschwüren reichen. Ursachen sind neben einer angeborenen Venenschwäche langes Stehen oder Sitzen ohne Bewegungsausgleich.

Rutin in Blättern und Blüten

Das vor allem in Blättern und Blüten des Buchweizens enthaltene Rutin trägt dazu bei, dass aus den feinen Kapillargefäßen im Körper weniger Flüssigkeit austritt. «Dies wirkt den Wasseranstauungen in den Beinen entgegen», erklärt Mayer. Die Wirksamkeit von Buchweizen als Phytoarzneimittel sei unter anderem in randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudien erfolgreich klinisch getestet worden.

Glutenfreies Knöterichgewächs

Vertraut ist Buchweizen aber vor allem Crêpe-Liebhabern: «Denn die echte bretonische Crêpe sollte mit diesem Mehl hergestellt sein, das von den Früchten stammt und übrigens völlig glutenfrei ist», sagt Mayer. Der Grund ist einfach: Es handelt sich bei dieser Pflanze nicht um eine Getreideart, sondern um ein Knöterichgewächs, zu dieser Familie gehört zum Beispiel auch der Rhabarber.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. Dezember 2011 12:28 Uhr