Arnika: Blüten hemmen Entzündungen

Arnika: Blüten hemmen Entzündungen

Salben gibt es inzwischen in jeder Drogerie: Äußerlich angewendet hat sich als Arnika heilende Pflanze etabliert.

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© Thomas Mathis/ Creative Commons

Arnika

Fast wäre sie ausgestorben, so begehrt war die Arnika als Arzneipflanze. Deshalb steht sie mittlerweile unter Naturschutz. In der Heilkunde werden hauptsächlich ihre sonnengelben Blüten verwendet. Diese enthalten laut Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg ein sehr komplexes Gemisch an Inhaltsstoffen. «Besonders wichtig sind Bitterstoffe, Flavonoide und das ätherisches Öl - das Wirkungsspektrum ist entsprechend groß», sagt der Wissenschaftler über die Pflanze mit dem lateinischen Namen 'Arnica montana L.'.

Anikablüten- wo man sie am besten anwendet

Arnikablüten können Entzündungen hemmen und Wundinfektionen verhindern. Außerdem wirken sie gegen Mikroben, Rheuma und Nervenschmerzen. Offiziell anerkannt ist Mayer zufolge unter anderem die äußerliche Anwendung bei Verletzungs- und Unfallfolgen wie Blutergüssen, Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen. Auch bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut werde die Pflanze eingesetzt - sowie bei Entzündungen infolge von Insektenstichen oder -bissen.

Anika nicht für die innerliche Anwendung geeignet

«Die innerliche Anwendung wird heute abgelehnt, da Arnika allergene Stoffe enthält», erläutert der Wissenschaftler. Deshalb sollten Arnika-Präparate auch äußerlich nicht über längere Zeit verwendet werden. Sie werden meist in Form von Salben angeboten oder als zehnfach verdünnte Tinktur für Mundspülungen. Bei einer Allergie gegen Korbblütler - zu dieser Pflanzenfamilie gehört die Arnika - dürfen die Präparate nicht verwendet werden, und bei längerer Anwendung an verletzter Haut kann es zu Ekzemen mit Bläschenbildung kommen. Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 27. Dezember 2011 16:37 Uhr