Veilchensaft lindert Halsschmerzen

Veilchensaft lindert Halsschmerzen

Die blauen Frühlingsblüher helfen bei Halsschmerzen, Husten und Fieber.

Veilchen

© NHV Theophrastus/ dpa

Auch als Tee oder Sirup leistet das Veilchen gute Dienste.

Veilchen kennen viele Menschen vor allem als duftende Frühlingsblüher am Wegesrand. Gelegentlich ist die kleine lila Blume auch als Delikatesse anzutreffen: Kandierte Veilchenblüten, Veilchenpastillen oder Veilchenmarmelade.

Dies sind nur einige Beispiele, die Heilpraktikerin Anke Herrmann aufzählt. Und auch als Heilpflanze leiste das Veilchen gute Dienste, ergänzt die Expertin vom NHV Theophrastus in Chemnitz, einem Verein zur Förderung traditioneller Heilkunde mit Sitz in München. Sein großer Vorteil: «Nebenwirkungen sind keine bekannt.»

Sirup, Tee und Extrakte

Veilchensirup etwa hilft bei Erkältung, Husten und sogar Keuchhusten. Veilchentee allein oder auch in Kombination mit anderen Heilkräutern empfiehlt Herrmann bei Fieber, zum Gurgeln nimmt sie ihn bei Halsentzündungen. Bei Augenentzündungen oder Hauterkrankungen lasse er sich für Umschläge verwenden. Salben mit Veilchenextrakten dagegen verringern Kopfschmerzen und Geschwüre und lösen Bindegewebsverhärtungen.

Auch hilfreich bei Ohrentzündungen und Lungenkrankheiten

Ins Ohr eingeträufelt, wirkt der Ölauszug Ohrentzündungen entgegen, eingerieben lindert er rheumatische Beschwerden. «Und das ätherische Öl wirkt harmonisierend auf Körper und Seele, es stabilisiert das Nervensystem und regt die Herztätigkeit an», erklärt Herrmann. Außerdem könne es Linderung bei Lungenkrankheiten verschaffen. Auch in homöopathischen Arzneien ist es enthalten.

Märzveilchen, Duftveilchen oder Wohlriechendes Veilchen

Der lateinische Name 'Viola odorata' geht womöglich auf das Wort «via» zurück. «Das steht für Weg oder Wegseite, weil es den Wanderer auch ungesehen durch seinen Duft grüßt», sagt die Heilpraktikerin. Je nach Gegend werde die Pflanze auch Märzveilchen, Duftveilchen oder Wohlriechendes Veilchen genannt.

Veilchenwurzel für Mund- und Körperhygiene

Der Mund- und Körperpflege diente Iris germanica var. florentina. Sie liefert die Veilchenwurzel, die Babys auch heute noch das Zahnen erleichtert. Der frische Wurzelstock riecht widerlich und schmeckt scharf und bitter. Getrocknet verströmt er dagegen einen Veilchenduft und sein Geschmack ist mild. Puder, Zahnpulver und Riechkissen wurden mit ihm parfümiert.

Buch-Tipp:

Die Publikation «Veilchen - Viola odorata», ISBN: 978-3-938336-04-5, ist im Buchhandel oder im Internet erhältlich. Preis: 5,90 Euro
 
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Januar 2012 13:58 Uhr

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