Körnerkissen richtig anwenden

Körnerkissen richtig anwenden

Mit Körnern oder Kernen gefüllte Heilkissen sind ein bewährtes Mittel bei Verspannungen. Worauf man bei der Anwendung achten sollte.

Körnerkissen bei Verspannungen

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Nur wenn die Füllung locker in der Hülle liegt, kann sich das Kissen ideal an die schmerzende Stelle anschmiegen.

Beim Kauf eines Kern- oder Körnerkissens sollten Verbraucher darauf achten, dass es nicht zu prall gefüllt ist. Sonst kann es sich nicht ideal an den Körper anpassen. Darauf weist der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) hin. Die Kissen sind vielseitig verwendbar: Als Wärmespeicher können sie zum Beispiel bei Muskelbeschwerden wie Verspannungen, Krämpfen oder Muskelkater helfen. Sie steigern die Durchblutung und haben eine muskelentspannende Wirkung. Außerdem gibt es spezielle Körnerkissen für den Schlaf. Diese fallen größer aus und haben die Form klassischer Schlafkissen.

Unterschied zwischen Kern- und Körnerkissen

Bei den Heilkissen wird generell zwischen Körnerkissen und Kernkissen unterschieden. Sie haben verschiedene Füllungen: Körnerkissen sind mit Getreidearten wie Dinkel, Roggen oder Weizen gefüllt, Kernkissen haben eine Füllung zum Beispiel aus Kirschkernen oder Traubenkernen. Neuerdings sind ergänzend Heilkissen mit einer Füllung aus Raps- oder Leinsamen auf dem Markt verfügbar, erläutert der IFK. Beim Kauf sollten auch Kriterien wie Geruch und Komfort eine Rolle spielen. Auch die Eigenschaften der Wärme- und Kältespeicherung der Kissen variieren je nach Füllung.

Kissen nicht bei Entzündungen verwenden

Nicht anwenden sollte man die Wärmeträger bei sogenannten Kontraindikationen für Wärme, etwa bei lokalen Entzündungen, rät der Verband. Auch bei Fieber ist der Einsatz nicht immer sinnvoll, da es sich um eine bewusste Abwehr-Reaktion des Körpers zur Infekt-Bekämpfung handelt. Bei Beschwerden wie Verstauchungen, Prellungen oder lokaler Überhitzung können Verbraucher die Kissen als Kältespeicher verwenden.

Körnerkissen kommen ohne Chemikalien aus

Ein Vorteil der Kissen liegt darin, dass sie ein Naturprodukt sind. Während Wärmflaschen aus Gummi bei direktem Hautkontakt den Körper mit Chemikalien belasten können und eher die Gefahr der Verbrennung besteht, wirken Körnerkissen ganz natürlich, erklärt der IFK. Beim Erwärmen der Kissen wird außerdem Feuchtigkeit aus den Körnern freigesetzt. Die Anwendung mit feuchter Wärme garantiert, dass diese tiefer eindringt als zum Beispiel die einer Wärmflasche. Aufgewärmt werden die Kissen bei etwa 100 Grad im Backofen oder kurz in der Mikrowelle.

Ersatz für die Wärmflasche bei Kindern

Gerade bei Kindern kann es sinnvoll sein, eine Wärmflasche durch ein Körnerkissen zu ersetzen. Bei Bedarf können die Kissen weniger stark erhitzt werden und sind somit ein sicherer Wärmeträger. Außerdem sind die Kissen aufgrund ihrer besonderen Haptik und der Geräusche für Kleinkinder weitaus interessanter als Wärmflaschen.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Januar 2019 16:17 Uhr

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