Thymian wirkt gegen Viren und Bakterien

Thymian wirkt gegen Viren und Bakterien

Echter Thymian hat antivirale und antibakterielle Eigenschaften und kann so die Krankheitserreger direkt bekämpfen.

Echter Thymian

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Thymian verleiht Speisen einen besonderen Geschmack und hilft als Heilmittel bei Erkältungen.

«Schon der griechische Arzt Dioskurides schrieb im ersten Jahrhundert nach Christus in seinem berühmten Arzneibu 'Materia medica', dass Thymian-Tee mit Honig bei Erkrankungen der Atemwege helfe und den Auswurf fördere», erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Antivirale und antibakterielle Eigenschaften

Verantwortlich dafür ist unter anderem das im Echten Thymian (Thymus vulgaris L.) enthaltene ätherische Öl. «Die Wirkstoffe des Thymians haben antivirale und antibakterielle Eigenschaften und können so die Krankheitserreger direkt bekämpfen», erklärt der Mediziner. Denn eine Erkältung sei eine Infektion der Atemwege, die durch Viren hervorgerufen wird. Diese lösen in der Schleimhaut der Luftröhre und der Bronchien eine Entzündung aus. Dann bildet sich zäher Schleim, der die Virenvermehrung begünstigt und die Atemwege verstopft. Die Folgen sind Husten, Schnupfen, Gelenk- und Gliederschmerzen, manchmal auch Fieber.

Hilfe bei Keuchhusten und Asthma

Der Einsatz von Thymianpräparaten ist laut Meyer aber nicht allein auf Erkältungen beschränkt: Sie werden auch unterstützend bei Keuchhusten und Asthma verwendet. Die Heilpflanze gilt nämlich außerdem als krampflösend. Dass der Thymian eine alte Arznei- und Nutzpflanze ist, zeige auch sein Name. «Er leitet sich von griechisch 'thymiama' her, zu deutsch Räucherwerk», erklärt der Experte. So sei auch der Weihrauch genannt worden, der in den Tempeln den Göttern dargebracht wurde.

Genuss- und Arzneimittel

«Es handelt sich bei dieser Bezeichnung also um eine Anspielung auf den intensiven Duft, den das Kraut abgibt und der auf das ätherische Öl zurückzuführen ist.» Unter dem latinisierten Namen «herba thymiana» sei die Pflanze dann bekannt geworden, als Mönche sie aus dem Mittelmeerraum über die Alpen mitbrachten: «Daraus entstand der Name Thymian.» Als Verbindung von Genuss- und Arzneimittel finden sich Thymianextrakte noch heute in vielen Kräuter- und Bitterlikören.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. Januar 2012 15:39 Uhr

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