Bindehautentzündung: Wenn das Auge rot aussieht

Bindehautentzündung: Wenn das Auge rot aussieht

Sie sieht schlimm aus, ist aber fast immer relativ harmlos: Eine Bindehautentzündung, die Konjunktivitis, kann viele Ursachen haben.

Augentropfen gegen Bindehautentzündung

© dpa

Ist das Auge trocken und gereizt, können rezeptfreie Augentropfen helfen.

Die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist mit Abstand die häufigste entzündliche Erkrankung der Augen. Die Ursachen sind vielfältig, da die Bindehaut bei den meisten Irritationen des Auges mitreagiert.

Was sind die Symptome einer Bindehautentzündung?

Eine Bindehautentzündung äußert sich typischerweise durch rote, juckende, brennende und tränende Augen. Viele Betroffene haben ein Fremdkörpergefühl wie beispielsweise Sandkörner, die bei jedem Lidschlag reiben. Die Bindehaut und manchmal das gesamte Augenlid schwellen an. In Folge der vermehrten Sekretion sind die Augenlider besonders morgens oft miteinander verklebt. Das Sehvermögen ist im Gegensatz zu einigen anderen Augenentzündungen nicht gestört.

Was löst eine Bindehautentzündung aus?

Wichtige Auslöser der Konjunktivitis sind die verschiedensten Umweltreize. Dazu gehören Zugluft, grelles Licht, UV-Strahlen, Kälte, Abgase, Bildschirmarbeit, das Chlor im Schwimmbad und vieles mehr. Aber auch allgemeine körperliche Überanstrengung und Überlastung können eine Bindehautentzündung hervorrufen.

Wer ist für eine Bindehautentzündung besonders anfällig?

Besonders anfällig sind Menschen, die zu trockenen Augen neigen. Allergien werden oft von einer Bindehautentzündung begleitet, ebenso Masern oder Windpocken. Eine häufige Ursache sind Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen. Besonders die virale Form ist sehr ansteckend. Augenlidfehlstellungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall, begünstigen die Krankheit, weil die Schutzfunktion der Tränenflüssigkeit und des Lids gestört ist.

Weitere Auslöser sind Fehlsichtigkeit oder eine falsche Brille, da das Auge dann dauerhaft überlastet ist. Verletzungen der Hornhaut ziehen oft eine Konjunktivits nach sich. Hinter einer banalen Bindehautentzündung kann aber auch eine schwere Grunderkrankung stecken. Deshalb sollten die Auslöser der Krankheit immer vom Arzt geklärt werden, und auch die Therapie richtet sich nach der Ursache

Wie wird eine Bindehautentzündung behandelt?

Bakterielle und pilzbedingte Bindehautentzündungen lassen sich mit antibiotikahaltigen Augentropfen oder Augensalben behandeln. Künstliche Tränenflüssigkeit kann die Beschwerden lindern. Die wichtigste Therapie ist aber die Beseitigung der auslösenden Ursache. So heilt beispielsweise eine Brille die durch eine Sehschwäche bedingte Konjunktivitis rasch. Wenn die Bindehautentzündung nicht Symptom für eine schweren Grunderkrankung ist, klingt sie in den meisten Fällen folgenlos ab.

Fotostrecke:

  • Richtig arbeiten© dpa
    Augen schonen am PC

Quelle: kra/BerlinOnline/Techniker Krankenkasse

| Aktualisierung: Freitag, 21. April 2017 10:12 Uhr

Ratgeber: Gesunde Augen