Brillengläser: Was beim Kauf zu beachten ist

Brillengläser: Was beim Kauf zu beachten ist

Brillengläser können deutlich teurer sein als eine stylische Fassung. Material, Tönung und Beschichtung bestimmen dabei Preis und Tragekomfort.

Kauf von Brillengläsern

© dpa

Beim Brillenkauf kommt es auch auf die Beschaffenheit der Gläser an.

Grundsätzlich werden Nutzen und Qualität von Brillengläsern durch drei Faktoren bestimmt: Material, Design und Beschichtungen machen jedes Glas zum Unikat, das nicht nur die Sehfähigkeit, sondern auch die ästhetische Wirkung der Brille verbessert.

Das Material der Brillengläser

Das Material hat großen Einfluß auf die Grund- und Trageeigenschaften der Brille. Während Brillengläser früher aus schwerem mineralischen Glas hergestellt wurden, haben sich heute Kunststoffgläser durchgesetzt. Der große Vorteil ist, dass sie im Vergleich zu mineralischen Gläsern wesentlich leichter und bruchsicherer sind. Inzwischen liegt der Anteil der Kunststoffgläser bei über 80 Prozent von allen verkauften Brillengläsern.

Vorteile von Brillengläsern aus mineralischem Glas

Mineralisches Glas ist dafür extrem kratzunempfindlich. Sie eigenen sich für Brillenträger, die oft in staubiger Umgebung arbeiten oder anderen extremen Einflüssen ausgesetzt sind. Das können zum Beispiel Hitze oder mechanische Bewegungen sein, die auf die Gläser einwirken.

Das Glasdesign

Design hat in diesem Zusammenhang nichts mit rund oder eckig geformten Gläsern, sondern mit ihrer Struktur zu tun. Einstärkengläser wirken schlicht und werden überwiegend verwendet , zumindest in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen. Kommt durch die natürlich einsetzende Alterssichtigkeit eine weitere Fehlsichtigkeit im Nahbereich hinzu, muss der Brillenträger zu Mehrstärkengläsern greifen.

Gleitsichtgläser

Früher standen dazu nur sogenannte Bifokal- oder Trifokalgläser zur Verfügung. Im unteren Bereich des Glases haben sie einen sichtbar abgetrennten Lesebereich. Doch diese optisch unattraktive Lösung ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Gleitsichtgläser, die rein äußerlich wie Einstärkengläser wirken, aber viele Korrekturbereiche in einem Glas vereinen, haben sie größtenteils abgelöst.

Gleitsichtgläser brauchen eine Eingewöhnungszeit

Bei Gleitsichtgläsern gibt es erhebliche Preisunterschiede, wobei ganz individuell vermessene und speziell für den jeweiligen Brillenträger hergestellte Gläser am meisten kosten. Dafür erleichtern sie die Gewöhnung an die Gleitsichtbrille, die vielen Brillenträgern schwer fällt und bis zu einem Jahr dauern kann.

Die Beschichtung der Brillengläser

Augenoptiker bieten neben Entspiegelungen und Hartschichtlackierungen auch schmutz- und feuchtigkeitsabweisende Beschichtungen an. Für den Spezialgebrauch im Wassersport oder für Vielfahrer im Straßenverkehr gibt es die Möglichkeit, eine Polarisation in die Gläser einzuarbeiten: Lichtreflexe von nassen Oberflächen werden von den Gläsern nicht durchgelassen. So erhöht sich die Fahrsicherheit, und die Augen ermüden nicht so schnell.

Bunt getönte Brillengläser

Ebenso gehören farbliche Tönungen zu den Veredelungen, sie können für Sportler interessant sein.
Beim Rad- oder Skifahren empfinden sie die Lichtverhältnisse damit häufig angenehmer.

Bei phototropen Gläsern handelt es sich um selbsttönendes Material. Durch einfallende UV-Strahlung färben sie sich dunkel. Viele Menschen nutzen solche Gläser, um Sonnen- und Alltagsbrille in einer Fassung zu vereinen. Für Autofahrer eignen sie sich aber nicht, denn Windschutzscheiben fangen die UV-Strahlen schon vor dem Brillenglas ab, sodass sich dieses im Auto nicht mehr verfärben kann.

Brillengläser mit Hartschichtlackierung

Hartschichtlackierungen zählen mittlerweile zum Standard. Bei Kunststoff sind sie sogar ein Muss, weil diese organischen Brillengläser recht kratzanfällig sind. Die Beschichtung sorgt für eine deutlich längere Lebensdauer der Gläser.

Fotostrecken:

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Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. Mai 2016 12:40 Uhr

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