Pferdeallergie trifft nicht nur Reiter

Pferdeallergie trifft nicht nur Reiter

Eine Allergie gegen Pferde führt oft zu Atemnot- und sie kann auch Menschen treffen, die gar nichts mit Pferden zu tun haben.

Pferdeallergiker

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Pferdeallergene können sich auch in Pferdedecken oder Teppichen verstecken.

Eine Pferdeallergie bedeutet bei Reitern zumeist das Aus für ihr Hobby. «Leider sind Betroffene häufig am besten damit beraten, sich ganz von den Tieren fernzuhalten», warnt Norbert Mülleneisen vom Ärzteverband Deutscher Allergologen. Ansonsten könne es zu heftigen Beschwerden kommen. «Während sich andere Allergien vor allem durch Heuschnupfen und Hautausschlag bemerkbar machen, kommt es bei der Pferdeallergie häufiger zu Atemnot», sagt Mülleneisen. Im schlimmsten Fall rufe die Pferdeallergie Asthma hervor.

Pferdeallergie nicht nur bei Reitern

Betroffen von der Allergie sind zumeist Reiter. Aber auch Menschen, die eigentlich keinen Kontakt zu Pferden haben, können allergisch reagieren. Indirekter Kontakt mit den Tieren reiche oftmals schon, um die Allergie auszulösen. «Sie können auch beim Kontakt mit Pferdekot Probleme bekommen oder wenn sie eine Person treffen, die noch ihre Stall- beziehungsweise Reitkleidung trägt», erklärt der Allergologe.
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Pferdeallergie baut sich langsam auf

Allergene könnten sich außerdem auch in Pferdedecken oder Teppichen verstecken. In solchen Fällen dauere es zumeist sehr lange, bis die Betroffenen realisieren, dass sie an einer Pferdeallergie leiden. Die Allergie kommt jedoch nicht über Nacht. «Sie müssen ja zunächst erst einmal Kontakt haben und sensibilisiert werden», erklärt Mülleneisen. Das könne bei Reitern eine ganze Saison dauern. «Beim erneuten Kontakt kommt es dann zum Ausbruch.» Zum Arzt gehen viele Betroffene allerdings erst sehr spät. Beim genauen Nachfragen stelle sich dann heraus, dass viele Patienten schon öfters leichte Beschwerden gehabt, diese aber nicht ernst genommen haben.

Dauerbehandlung mit Cortison nicht ratsam

Behandelt werden kann die Allergie mit einer sogenannten Hyposensibilisierung. Diese sei allerdings aufwendig und nicht so unproblematisch wie bei einer Hausstaubmilbenallergie, sagte Mülleneisen. Während der Behandlung könnten Asthmaanfälle auftreten. Sinnvoll sei gegebenenfalls, bei entsprechenden Symptomen ein Asthmaspray zu nehmen. Von einer Dauertherapie mit Cortison wird jedoch abgeraten: Das mache auf Dauer nur zusätzliche Probleme.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. Januar 2012 14:35 Uhr

Thema Allergien