Kontaktallergie: Abwehr gegen Nickel und Co

Kontaktallergie: Abwehr gegen Nickel und Co

Auslöser für eine Kontaktallergie können leicht festgestellt werden. Schwieriger ist es, den Stoffen dann auszuweichen.

Ohrring

© photocase.com

Nickel findet man vor allem in Schmuck

Vor allem Frauen kennen die Symptome: Von den eleganten neuen Ohrringen haben sich die Ohrläppchen entzündet, und mit der teuren Pflegecreme zeigen sich rote Flecken im Gesicht. Die Diagnose ist in vielen Fällen gleich: Kontaktallergie nennen es die Fachleute, wenn die Haut bei der Berührung mit bestimmten Stoffen allergisch reagiert. "Es gibt unzählige Auslöser für Kontaktallergien", erklärt Dr. Sabine Voermans, Ärztin. "Typisch ist, dass sich die Symptome nur dort zeigen, wo die Haut mit dem Allergen in direkten Kontakt gekommen ist."
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

Berlin-Mail für Individualisten

Zeig, dass Du Berliner bist und sichere Dir Deinen.Namen@Berlin.de als E-Mail-Adresse. Die sichere und zuverlässige Berlin-Mail bietet alles, was Du für den Alltag im Internet brauchst. mehr

Epikutan-Test bringt Klarheit

Wer solche Symptome bei sich beobachtet, sollte seinen Arzt um Rat fragen. Ein einfacher Test mit einem Prüfpflaster zeigt, auf welche Stoffe der Patient reagiert. Dieser so genannte Epikutan-Test bleibt zwei bis drei Tage auf der Haut, dann prüft der Arzt, wo sich Rötungen oder Bläschen zeigen.

Am häufigsten und bekanntesten ist die Nickelallergie. Denn Nickel ist in vielen Gegenständen des täglichen Lebens zu finden: Modeschmuck, Brillengestellen, Gürtelschnallen oder den Nieten an Jeans. Hier hilft als Vorsichtsmaßnahme nur das Verbannen des "Übeltäters".

Nickel auch in der Nahrung

Einige Allergiker reagieren sogar auf Speisen, die Nickel enthalten. Dazu zählen Kakao, Schokolade, Hülsenfrüchte und schwarzer Tee. Auch bei der Verarbeitung von Lebensmitteln kann Nickel abgegeben werden: durch Abrieb von Geräten bei der Herstellung von Fertiggerichten, durch Metallkochtöpfe oder beschädigte Blechkonserven.

Abhilfe kann hier schaffen: Küchenmesser aus rostfreiem Stahl und Essbestecke aus Plastik oder auch Silber zu benutzen. Das Kochgeschirr sollte emailliert sein oder aus Glas bestehen. Fertiggerichte und Essen aus Konservendosen sollten weitestgehend gemieden werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. Januar 2012 17:48 Uhr

Thema Allergien