Allergien: Wie sie entstehen und warum

Allergien: Wie sie entstehen und warum

Auch Bauchschmerzen und Asthma können Zeichen einer Allergie sein. Je nachdem, wogegen die Allergie besteht, sind die Beschwerden unterschiedlich.

Allergie

© dpa

Jeder fünfte Deutsche leidet unter einer Allergie - Blütenstaub ist der häufigste Auslöser. (Bild: dpa)

Was ist eine Allergie?

"Eine allergische Reaktion läuft ähnlich ab wie eine Reaktion des Körpers gegen einen Krankheitserreger," sagt Armin Mechkat, Arzt bei der Techniker Krankenkasse (TK). Nur, dass sie gegen harmlose Stoffe gerichtet ist und sehr heftig abläuft. Es handelt sich also um eine überempfindliche Reaktion des Körpers.
Wie entstehen Allergien?

"Das Immunsystem bekämpft nur das, was es kennt", so Mechkat. Jeder Allergie geht also zunächst einmal ein Erstkontakt des Körpers mit dem Allergieauslöser voraus. Das können beispielsweise eingeatmete Pflanzen-Pollen oder Bestandteile von Lebensmitteln sein.

Stellen spezielle Zellen des Immunsystems eine vermeintliche Gefahr durch diese Substanzen (Allergene) fest, bilden sich Antikörper, damit in Zukunft kein Risiko mehr von dem Allergen ausgeht. Kommt der Körper später erneut in Kontakt mit dem Allergen, reagiert die Körperabwehr.

"Mit Hilfe der Antikörper wird das Antigen wiedererkannt und spezielle Zellen setzen unter anderem Histamin frei, das für zahlreiche allergische Symptome verantwortlich ist", erklärt Mechkat.
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

Berlin-Mail für Individualisten

Zeig, dass Du Berliner bist und sichere Dir Deinen.Namen@Berlin.de als E-Mail-Adresse. Die sichere und zuverlässige Berlin-Mail bietet alles, was Du für den Alltag im Internet brauchst. mehr

Welche Symptome gibt es?

Allergische Reaktionen können lokal ablaufen, aber auch Symptome am ganzen Körper auslösen, zum Beispiel einen so genannten anaphylaktischen Schock, durch den das Herz-Kreislauf-System versagen kann.

Andere Symptome sind Jucken, gerötete Haut, eine laufende Nase und tränende Augen. Auch Asthma oder Verdauungsbeschwerden zählen zu den Anzeichen.

Außerdem können an den Stellen, die mit dem Allergie-Auslöser in Kontakt kommen, so genannte allergische Kontaktekzeme entstehen.

Die Haut rötet sich und juckt genau an der Stelle, wo sie das Allergen berührt hat. Häufig lösen verschiedenste Metalle in Schmuckstücken das Kontaktekzem aus. Wurde ein Allergen erkannt, können innerhalb von Sekunden Symptome auftreten. Mitunter dauert es aber einige Stunden, bis sich erste Anzeichen bemerkbar machen.

Was sind die Ursachen für eine Allergie?

Wie es zu einer allergischen Erkrankung kommt, ist nicht abschließend geklärt. "Die Gene spielen eine Rolle, aber auch der ständige Kontakt mit Allergieauslösern", sagt Armin Mechkat. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, kann ein Allergologe testen, wogegen Patienten überempfindlich sind.

Bei einigen Allergien ist es ausreichend, sich vor dem Kontakt mit dem Allergen zu schützen, bei anderen kann es sinnvoll sein, Medikamente einzusetzen.

Fotostrecke: 10 Tipps für Pollenallergiker

  • Rapsfeld© aboutpixel
    10 Tipps bei Heuschnupfen

Quelle: Techniker Krankenkasse

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. November 2017 16:21 Uhr

Thema Allergien