Fitness für das Immunsystem

Fitness für das Immunsystem

In der kalten Jahreszeit erwischt es die Hälfte aller Bundesbürger: Sie erkranken an einer Erkältung- und das oft sogar mehrmals. Kein Wunder, denn die Erkältungsviren lauern überall dort, wo andere Menschen sind. Die wirksamste Vorbeugemaßnahme dagegen: Das eigene Immunsystem so stärken, dass die Viren keine Chance haben. Wie einfach das geht, zeigen die Tipps auf den nächsten Seiten.

  • Viren abwehren© Tuyet Mai Ky unter Verwendung eines Bildes von madochab © photocase.com
    Geben Sie Viren keine Chance - mit einem starken Immunsystem.
  • Immunsystem stärken© dpa
    Das Immunsystem, auch Abwehrsystem oder Körperabwehr genannt, schützt den Körper vor eindringenden Krankheitserregern, indem es Antikörper bildet. Darüber hinaus hilft es, fehlerhaft gewordene Zellen (beispielsweise Krebszellen) abzubauen. Durch eine gesunde Lebensweise und ausgewogene Ernährung kann jeder dazu beitragen, dass sein Abwehrsystem fit bleibt.
  • Kleiden Sie sich angemessen!© Techniker Krankenkasse
    Auch wenn es wie ein nervender Rat von Mutti klingt: Ziehen Sie sich stets warm genug an! Lassen Sie sich vom hellen Licht der Wintersonne nicht täuschen – die Luft ist sehr kühl, besonders abends. Darum jetzt auf warme Kleidung umsteigen und lieber eine “Schicht” mehr anziehen, die Sie drinnen wieder ablegen können. Wichtig: Achten Sie auf warme Füße und einen geschützen Kopf! An beiden Stellen ist der Wärmeverlust des Körpers am größten.
  • Gesunde, vitaminreiche Ernährung© Ernst Fretz - Fotolia.com
    Wer sein Immunsystem optimal auf die Angriffe der Infektionserreger vorbereiten möchte, muss seine Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Schokolade und Kekse sind zwar gerade in der dunklen Jahreszeit beliebt – sollten aber nur eine Nebenrolle spielen. Wichtig sind Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte. Vitamine helfen bei der Krankheitsabwehr und sollten gerade in der kalten Jahreszeit verstärkt über die Nahrung zugeführt werden.
  • Viel Bewegung© dpa
    Egal, ob Spaziergang oder Sport – Bewegung an der frischen Luft hat oberste Priorität. Sauerstoff und Tageslicht halten auf Trab. Die Bewegung hält zudem nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern stabilisiert auch noch das Immunsystem. Allerdings kommt es hier auf die richtige Dosis an. Zwei- bis dreimal pro Woche eine gute halbe Stunde Bewegung tut gut. Man sollte sich jedoch auf keinen Fall überfordern, denn wer sich auspowert, erreicht das Gegenteil. Besonders geeignete Ausdauersportarten sind Walken, Joggen, Radeln oder Wandern.
  • Lachen ist gesund© DAK
    Auch Lachen kann vor Erkältung schützen. Durch das Lachen öffnen sich die Bronchien, Herz und Kreislauf kommen in Schwung. Stresshormone wie Adrenalin und Kortison werden gebremst, dafür aber verstärkt das ‚Glückshormon’ Serotonin ausgeschüttet.
  • Hände öfters waschen, seltener duschen© dpa
    Der Säureschutzmantel der Haut verhindert, dass sich krankmachende Bakterien vermehren. Häufiges Duschen oder Baden zerstört diesen natürlichen Schutz. Die Folge: Krankheitserreger können sich ungehindert vermehren und leichter in den Körper eindringen. Gleichzeitig sollten Sie in Erkältungszeiten öfters die Hände waschen, um fremde Viren möglichst wegzuspülen. Außerdem: Möglichst nicht ins Gesicht fassen, da die Viren sonst leicht über die Schleimhäute in den Körper gelangen können.
  • Stress umgehen© dpa
    Stress kann das Immunsystem schwächen. Wer dauerhaft hohem Druck unterliegt und sich nur wenig entspannen kann, setzt seine körpereigenen Abwehrkräfte herab.
  • Genügend trinken© dpa
    Kein Durst im Herbst? Viele vergessen die Befeuchtung von innen: Wer einer Erkältung vorbeugen will, muss viel trinken, denn regelmäßiges Trinken hält die Schleimhäute feucht. So haben es Viren und Bakterien schwerer, sich einzunisten und zu vermehren.
  • Heizung im Schlafzimmer abdrehen© dpa
    Heizungsluft trocknet die Schleimhäute von Nase, Mund und Atemwegen aus: Krankheitserreger haben dann freie Bahn. Dagegen hilft ausreichend Luftfeuchtigkeit. Also: Im Schlafzimmer nicht oder nur ganz wenig heizen und Zimmerpflanzen mit Wasser besprühen.
  • Klimaanlage im Büro ausschalten© Maksud - Fotolia.com
    Die Natur hält für uns frische Morgenluft, mittägliche Höchsttemperaturen und kühle Abende bereit. Klimaanlagen erzeugen das Gegenteil: Durchgehend konstante Raumtemperaturen. Unser Körper braucht jedoch Kälte- und Wärmereize zur Abhärtung und um sich auf Temperaturschwankungen einzustellen. Hinzu kommt, dass gerade ältere Anlagen die Luft oft nur umwälzen und nicht reinigen. Sie werden zur Erkältungszeit zu wahren Bakterien- und Virenschleudern.
  • Begrenztes Sonnenbaden© dpa
    Übermäßiges Sonnenbaden verursacht nicht nur Hautkrebs, sondern schwächt auch das Immunsystem. Beispiel: Nach einem ausgiebigen Sonnenbad entstehen häufig Herpesbläschen am Mund. Diese sind Ausdruck einer Virusinfektion.
  • Rauchen abgewöhnen© mapoli-photo/ www.fotolia.de
    Rauchen ist der größte Abwehrkiller. Rauch schädigt die Flimmerhärchen in der Luftröhre und in den Bronchien. Sie können keine Schadstoffe mehr nach außen transportieren. Das führt zu Verschleimung und Infektionen. Weitaus schlimmer: Durch den Konsum von Zigaretten gelangen krebserregende Substanzen in den Blutkreislauf. Zwar werden entartete Zellen von den Zellen des Immunsystems sofort eliminiert, steigt ihre Zahl jedoch an, ist die Abwehr überfordert. Mögliche Folgen: Lungen-, Kehlkopf-, Mundhöhlen- und Speiseröhrenkrebs.
  • Schlafen Sie genug!© DAK
    Ausreichender Schlaf hält die Körperabwehr wachsam, Schlafmangel schwächt den Körper. Nachts variieren die Konzentrationen von Hormonen und Immunbotenstoffen so, dass ein ideales Milieu für die Arbeit der biologischen Verteidigung entsteht. Beispielsweise bilden sich nach einer Impfung im Schlaf mehr Antikörper gegen den Impferreger als im Wachzustand. Vor allem die Tiefschlafphase spielt für die Abwehrmaßnahmen eine entscheidende Rolle.
  • Wechselduschen© dpa
    Regelmäßige Wechselduschen machen den Körper unempfindlicher gegen Temperaturschwankungen: Beginnen Sie mit warmem Wasser und wechseln Sie nach zwei bis drei Minuten für ungefähr 15 Sekunden zu kaltem Wasser. Wiederholen Sie diese Prozedur dreimal. Immer mit kaltem Wasser aufhören!
  • Regelmäßig die Sauna besuchen© auremar - Fotolia.com
    Wer regelmäßig in die Sauna geht, ist selten erkältet. Das kräftige Schwitzen und die anschließende Abkühlung regen das Immunsystem an – Erkältungsviren haben keine Chance. Grundsätzlich gilt: Wer beginnt, sich in der Hitze unwohl zu fühlen, sollte sofort an die frische Luft gehen. Und Vorsicht: keine Saunagänge für diejenigen, die bereits krank sind! Der Körper wird dabei so stark belastet, dass er sich nicht regenerieren kann. Wechselduschen haben übrigens einen ähnlichen Effekt. Quellen: DAK, TK, Barmer

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