Gesund mit Omas Hausmitteln

Gesund mit Omas Hausmitteln

Bei einer Erkältung und anderen leichten Erkrankungen muss man nicht gleich zu Medikamenten aus der Apotheke greifen. Oft befördern auch die alten Tricks und Hausmittel von der Großmutter die Heilung. Mehr zu Naturheilmitteln, Heilpflanzen und Alternativmedizin

  • Fußbad beugt Erkältung vor© dpa
    Eine heraufziehende Erkältung lässt sich oft mit Hausmitteln eindämmen. Bei einer so unkomplizierten Erkrankung sollte man nicht vorschnell zu Medikamenten greifen, sondern zuerst versuchen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. Infrage komme zum Beispiel ein Fußbad. Benötigt werden dafür zwei Fußwannen oder -schüsseln. Zuerst werden die Füße etwa 8 bis 12 Minuten lang in einer Wanne mit 39 Grad heißem Wasser gebadet. Danach werden die Füße einige Sekunden lang in kaltes Wasser getaucht. Anschließend trocknet man die Haut gut ab, zieht Wollsocken an und legt sich für 20 Minuten ins warme Bett.
  • Hühnersuppe bei Erkältung© Svenja98 - Fotolia.com
    Eine kräftige Hühnersuppe soll das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken. Die Zubereitung ist simpel: Man benötigt ein Suppenhuhn und Gemüse nach eigenem Geschmack- Lauch, Sellerie und Karotten zum Beispiel. Auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM) schwört auf den Klassiker. Hier muss die Suppe allerdings mehrere Stunden kochen.
  • Ölziehen zum Entgiften© dpa
    Das Ölziehen ist aus der TCM und der Ayurveda-Lehre bekannt und dort sehr stark verbreitet. Angeblich soll es den Körper entgiften. Auf nüchternen Magen wird dazu morgens ein Esslöffel Haushaltsöl in den Mund genommen und durch die Zähne hin- und hergezogen. Nach einigen Minuten wird das Öl ausgespuckt und der Mund mit Wasser ausgespült.
  • Wadenwickel bei Fieber© dpa
    Wadenwickel werden bei Fieber seit Jahrhunderten eingesetzt. Durch ihre Verdunstungskälte unterstützen die feuchtwarmen Wickel die Wärmeabgabe des Körpers und können Fieber senken. Experten verraten wie's geht: Schüssel mit warmem Wasser füllen, einen Spritzer Zitrone hinein und Wickeltücher eintauchen. Auswringen, um die Wade wickeln und mit einem trockenen Tuch abdecken. Den Patienten dick einmummeln - bei kleinen Kindern reichen 10 bei älteren 20 bis 30 Minuten.
  • Halswickel bei Halsschmerzen© dpa
    Halswickel wirken gegen Entzündungen, einen verschleimten Hals oder geschwollene Lymphknoten. Ein Leinentuch wird in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber wird ein trockenes Leinentuch gelegt, mit einem Wolltuch wird der Wickel abgeschlossen. Der Wickel bleibt etwa eine Stunde liegen und kann bis zu sechsmal täglich angewendet werden. Die Verbraucher Initiative in Berlin empfiehlt bei Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Quark, Zitrone oder Kartoffeln auf den erkrankten Hals aufzulegen und mit einem Wickel zu befestigen
  • Brustwickel bei Husten© dpa
    Brustwickel helfen gegen Husten. Ist der Husten krampfartig, sollte man warmes Wasser nutzen - sonst besser kaltes. Der Wickel sollte von den Achselhöhlen bis zu den Rippenbögen reichen, darf aber nicht zu eng gewickelt werden. Über das feuchte Leinentuch kommt ein trockenes Handtuch, darüber ein Wolltuch. Nach etwa 90 Minuten, wenn der Schweiß ausbricht, wird der Wickel entfernt. Anschließend sollten Erkrankte eine weitere Stunde im Bett ruhen. Brustwickel können ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Husten lässt sich laut der Verbraucher Initiative in Berlin durch warme Brustwickel mit Thymian, Quark oder Kartoffeln und Kompressen mit Lavendelöl zusätzlich lindern.
  • Lavendel zum Einschlafen© dpa
    Ein Lavendelbad hilft beim Einschlafen. Gesundheitsexperten empfehlen die Pflanze bei Unruhezuständen. Ihre ätherischen Öle sollen Lavendel beruhigend wirken lassen. Ob in Form von Bädern, Duftkissen oder Ölen bleibt dem Geschmack überlassen. Ähnliche Wirkung spricht man der Kastanie und Rosmarin zu. Für ein Vollbad braucht man laut Hamburger Experten 100 Gramm Lavendelblüten. Diese mit zwei Litern kochendem Wasser überbrühen und fünf Minuten ziehen lassen. Abseihen und den Aufguss ins Badewasser schütten.
  • Veilchenwurzel erleichtert Babys das Zahnen© NHV Theophrastus/ dpa
    Der Mund- und Körperpflege diente Iris germanica var. florentina. Sie liefert die Veilchenwurzel, die Babys auch heute noch das Zahnen erleichtert. Der frische Wurzelstock riecht widerlich und schmeckt scharf und bitter. Getrocknet verströmt er dagegen einen Veilchenduft und sein Geschmack ist mild. Puder, Zahnpulver und Riechkissen wurden mit ihm parfümiert.
  • Salz nicht nur zum Würzen© dpa
    Salz fördert das Abschwellen der Nasenschleimhäute. Schnupfen kann so gelindert werden. Für die Nasenspülung gibt es fertige Präparate aus der Apotheke, sie lässt sich aber auch schnell selbst herstellen: Auf einen halben Liter Wasser kommt ein gestrichener Teelöffel Kochsalz. Am einfachsten funktioniert die Nasenspülung mit einer speziellen Nasendusche.
  • Heiße Zwiebeln bei Ohrenschmerzen© dpa
    dankbar. Ohrenschmerzen werden durch die ätherische Öle der Zwiebel sanft gelindert. Einfach Zwiebeln klein hacken und kurz erhitzen. Dadurch werden die Öle freigesetzt. Saft und Stücke auf einem kleinen Baumwolltuch verteilen und mit Stirnband oder Mütze auf dem schmerzenden Ohr fixieren. Die Zwiebelpackung funktioniert warm und kalt- je nachdem was der Patient als angenehm empfindet.

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