Wofür Vitamine gut sind

Wofür Vitamine gut sind

Vitamine haben vielfältige Aufgaben in unserem Körper. Knochen, Blut, Augen, Haut, Nerven und Organe - alle brauchen Vitamine, um zu funktionieren und gesund zu bleiben. Vitamine steuern und beeinflussen biochemische Vorgänge und ermöglichen damit den ungestörten Ablauf vieler Lebensvorgänge. Einigen Vitaminen wird sogar eine vorbeugende Wirkung beispielsweise gegen Krebs zugesprochen. Außer Vitamin D kann unser Körper Vitamine nicht herstellen oder nur in geringen Mengen, wie etwa das Vitamin A. Deshalb müssen wir Vitamine über unsere Nahrung zu uns nehmen.

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    Welche Lebensmittel die besten Vitaminlieferanten sind und wofür wir sie brauchen.
  • Vitamin A© dpa
    Vitamin A ist wichtig für den Stoffwechsel, für das Wachstum sowie für die Sehkraft. Vitamin A- Mangel führt zu Nachtblindheit. Zudem ist es wichtig für die Fortpflanzung, das Immunsystem und die Hautbildung. Die Vorstufe Beta-Carotin ist in der Lage, Sauerstoffradikale abzufangen und dadurch hemmend auf Arteriosklerose und Krebsentstehung einzuwirken. Reines Vitamin A sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Eine zu hohe Dosierung kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelanfällen führen. Vitamin A (oder seine Vorstufe) ist enthalten in: Gemüse, Milch- und Milchprodukten, Fisch, Aprikosen, Pfirsiche und Eigelb.
  • Vitamin B1© dpa
    Der Körper braucht Vitamin B1 für den Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel. Besonders für die Nerven und Muskeln ist Vitamin B1 wichtig. Herz-Kreislauf-Störungen, Muskelschwäche, Appetitlosigkeit und Müdigkeit sind typische Symptome für einen Vitamin-B1-Mangel. Die bekannteste Mangelerkrankung, für die sich Vitamin B1 verantwortlich zeichnet, ist Beriberi mit einer Störung der Nervenfunktion und Herzschwäche. Nur bei sehr hohen Dosen wurden Hitzegefühl, Übelkeit und Herzklopfen beobachtet. Vitamin B1 ist enthalten in: Reis, Schweinefleisch sowie Vollkornprodukten und Sojabohnen.
  • Vitamin B2© DAK
    Vitamin B2 ist wichtig für den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Ein Mangel kann sich in eingerissenen Mundwinkeln, geröteter und schuppiger Haut sowie Entzündungen des Zahnfleisches äußern. Magen-Darm-Erkrankungen, übermäßiger Alkoholkonsum sowie der Gebrauch von Antidepressiva verringern die Verfügbarkeit des Vitamins für den Körper. Vitamin B2 ist enthalten in: Milch, Milchprodukten, Innereien, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch sowie Vollkornprodukten und Hefe. B2 ist empfindlich gegen Licht. Daher Milch am besten lichtgeschützt lagern.
  • Vitamin B6© dpa
    Vitamin B6 wirkt im Eiweißstoffwechsel und im Nervensystem. Ein Mangel kann die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten erhöhen. Entzündungen im Nasen- und Augenbereich, im Mund und an den Lippen, nervöse Störungen, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind ein Zeichen dafür, dass der Körper mit diesem Vitamin unterversorgt ist. Vitamin B6 ist enthalten in: Fleisch, Weizenkeimen, Bohnen, Fisch, Hefe, Nüssen, Vollkornprodukten, Bananen, Aprikosen, Johannisbeeren, Grünkohl, Rosenkohl, Spinat. Vitamin B6 zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und wird bei Überdosierung ausgeschieden.
  • Vitamin B12© dpa
    Vitamin B12 ist zusammen mit Folsäure an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Außerdem hilft es beim Aufbau des Nervensystems. Wird Vitamin B12 mit Tabletten zugeführt, muss oft auch der Intrinsic-Faktor zusätzlich aufgenommen werden. Der Mensch ist vorwiegend auf die Zufuhr von Vitamin B12 mit der Nahrung aus tierischen Produkten angewiesen. Vitamin B12 ist enthalten in: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukten, vor allem im Käse. Geringe Spuren finden sich auch in Sauerkraut, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchten und Hefe.
  • Vitamin C© stocksnapper/ www.photocase.com
    Vitamin C sorgt für die Bildung und Funktionserhaltung von Bindegewebe und begünstigt die Eisenaufnahme aus der Nahrung. Zudem ist es wichtig für die Wundheilung, Narbenbildung und das Wachstum. Anzeichen für einen Vitamin-C-Mangel können Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Reizbarkeit sein. Außerdem heilen Wunden schlechter. In großen Mengen kann es zu Durchfall führen, und bei Veranlagung die Nierensteinbildung fördern. Vitamin C ist enthalten in: Früchten und Fruchtsäften, besonders Zitrusfrüchten. Auch viele Gemüse enthalten Vitamin C. Alles am besten roh verzehren, denn Vitamin C reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Licht und Wärme.
  • Vitamin D© caesar:muck/ www.photocase.com
    Vitamin D ist für die Stabilität der Knochen verantwortlich, denn es bewirkt, dass Calcium in den Knochen eingebaut werden kann. Vitamin D kann mithilfe von UV-Strahlen vom Körper selbst gebildet werden. Dafür genügt bereits ein täglicher Aufenthalt von 10-15 Minuten an der Sonne. Bei Kleinkindern kann Vitamin-D-Mangel zur Rachitis und Demineralisation des Skeletts führen. Bei Erwachsenen kommt es zur Knochenerweichung. Vitamin D ist enthalten in: Milchprodukten, Eigelb und in Fettfischen. Zu viel Vitamin D kann zu Calcium-Ablagerungen in der Niere, Herz, Lunge und den Gefäßen führen.
  • Vitamin E© Techniker Krankenkasse
    Vitamin E verhindert die Aggregation der Blutplättchen und schützt die Zellen des Körpers vor aggressiven Sauerstoffverbindungen. Gemeinsam mit den Vitaminen C und Provitamin A kann es daher vermutlich das Risiko für einige Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Krebserkrankungen verringern. Eine Unterversorgung an Vitamin E führt zu nervösen Störungen, Muskelschwäche und bringt den Fettstoffwechsel durcheinander. Vitamin E ist enthalten in: Nüssen, Vollkornprodukten, einigen Pflanzenölen. Milchprodukten, Eigelb, Butter und Margarine.
  • Vitamin K© dpa
    Vitamin K ist für die Blutgerinnung mitverantwortlich. Außerdem benötigen einige Proteine in Knochen, Niere, Lunge und Arterien Vitamin K. Vitamin-K-Mangel z. B. durch eine langfristige Einnahme von Antibiotika führt zu Blutungen an Zahnfleisch und Haut, aber auch in Gehirn, Leber und der Netzhaut des Auges. Hoch dosierte Vitamin-K-Spritzen können die roten Blutkörperchen zerstören. Der Genuss von natürlichen Vitamin-K-Quellen kann nicht zu einer Überdosierung führen. Vitamin K ist enthalten in: Sauerkraut, Rosenkohl, Blumenkohl, Blattgemüse, Getreide, Geflügel und Rindfleisch.
  • Biotin© dpa
    Biotin fördert das Wachstum fester Fingernägel und sorgt für gesundes Haar. Es wirkt als Enzym beim Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel mit und spielt eine Rolle im Nervensystem. Hautveränderungen, Haarausfall und nervöse Störungen könnten auf Biotin-Mangel zurückzuführen sein. Ein Mangel ist aber eher selten, da Biotin in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Biotin ist enthalten in: Vollkornbrot, Naturreis, Milch, Innereien, Linsen, Sojabohnen, Nüssen und Champignons.
  • Niacin© berwis/ www.pixelio.de
    Niacin wird für den Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel als Enzym benötigt. Es ist wichtig für die Herzfunktion und das Nervensystem. Es sorgt für die Regeneration der Haut. Ein Mangel verursacht die Krankheit Pellagra. Zudem kommt es zu Durchfall und Appetitlosigkeit. Niacin kann auch aus dem Eiweißstoff Tryptophan vom Körper hergestellt werden. Eine eiweißreiche Ernährung sichert also auch die Niacin-Versorgung. Bei hoher Dosierung kann es zu Hitzegefühl, Hautjucken kommen. Niacin ist enthalten in: Vollkornprodukten, Erbsen, Seefisch, Naturreis, Kartoffeln, Bierhefe, Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch.
  • Folsäure© dpa
    Folsäure wird benötigt, um den Blutzellbestand und die Erneuerung von Körperzellen aufrecht zu erhalten. Besonders wichtig ist Folsäure für Schwangere. Ab dem 4.Schwangerschaftsmonat steigt der Bedarf an Folsäure. Auch der Fötus benötigt auf Grund seines Zellwachstums Folsäure. Ist die Folsäure-Versorgung während der Schwangerschaft ungenügend, kommt es vermehrt zu Komplikationen wie dem "offenen Rücken" und Fehlgeburten. Bei hohen Dosierungen können Magen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit auftreten. Folsäure ist enthalten in: Blattgemüse, Fenchel, Spargel, Broccoli, Vollkornprodukte, Weizenkeime.
  • Pantothensäure© dpa
    Pantothensäure ist Baustein des Coenzym A und spielt eine entscheidende Rolle beim Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel und bei der Hormonbildung. Pantothensäure ist auch dann beteiligt, wenn neue Körperzellen gebildet werden. Eine längerfristige Antibiotika-Einnahme beeinflusst die Pantothensäure-Wirkung negativ. Pantothensäure ist enthalten in: Leber, Bohnen, Champignons, Broccoli, Blumenkohl, Vollkornbrot, Käse, Fleisch, Fisch, Milch, Bierhefe.

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