Pflaumen-Zeit: Adressen für Selbstpflücker und Tipps

Pflaumen-Zeit: Adressen für Selbstpflücker und Tipps

Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen sind lecker und gesund! Adressen für Selbstpflücker in Brandenburg, Tipps und neue Rezeptideen.

Pflaumen hängen an einem Ast

© dpa

Pflaume ist nicht gleich Pflaume: Es gibt verschiedene Pflaumensorten, auch Mirabellen und japanische Pflaumen zählen dazu. Sie unterscheiden sich alle in Farbe, Form und Geschmack. Es gibt Sorten, die eher klein sind und solche, die sogar handballengroß werden können. Außerdem sind sie je nach Sorte blau, rötlich-violett oder gelb gefärbt.

Der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen

Viele Menschen verwechseln Pflaumen häufig mit Zwetschgen, doch mit ein wenig Kenntnis kann man beide Sorten sehr gut unterscheiden: Während die Pflaume eine eher runde Form hat, zeichnet sich die Zwetschge durch eine spitze Form und eine ausgeprägte Naht aus. Die Pflaume ist zudem saftiger als die Zwetschge, die oft auch Zwetsche oder Zwetschke genannt wird.

Kalium, Kalzium und B-Vitamine

Pflaumen sind sehr gesund. Sie enthalten viel Kalium, Kalzium und Magnesium und haben außerdem zahlreiche Vitamine, vor allem B-Vitamine und Ballaststoffe. Pflaumen sind gut für die Verdauung und helfen gegen Verstopfung. Außerdem sollen sie bei Arterienverkalkungen und rheumatischen Erkrankungen helfen.

Pflaumen passen gut zu Fleisch

Das Obst kann nicht nur frisch oder getrocknet gegessen werden. Geschmacklich passe es auch gut zu Fleisch, empfiehlt der Koch Alexander Herrmann. «Ein Gericht mit Schweinefleisch und Pflaumen ergibt eine sehr schöne geschmackliche Mischung aus Säure, Frucht und nicht zu viel Süße.» Pflaumen eigneten sich aber auch bestens als Beilage zu Geflügel, Wild und Kalb.

«Man kann die Pflaumen in Spalten schneiden und erst zum Schluss mit zu dem Fleisch der Wahl geben und kurz mitkochen lassen.» Die andere Variante sei, die Pflaumenspalten langsam mit Butter in einer Pfanne anzuschwitzen und mit Weißwein oder Brühe sowie Gewürzen abzuschmecken. «Die Spalten werden so glasiert und schmecken wunderbar cremig-sämig.»

Pflaumen süß gefüllt

Süß gefüllt kann das Steinobst aber auch als ungewöhnliche Zugabe zum Dessert gereicht werden. «Die Pflaumen werden entkernt und für die süße Version mit einem kleinen Würfelzucker gefüllt, der vorher in Orangenlikör getränkt wurde», erklärt Herrmann, der auch in verschiedenen Fernsehkochshows tätig ist.

Darauf kommen eine Prise echter Vanillezucker, eine Flocke Butter und etwas Zimtrinde. «Dann werden jeweils zwei bis drei Pflaumen in Alufolie gewickelt und im Ofen bei 160 Grad Umluft für zehn bis fünfzehn Minuten gebacken.» Das passe zu Eis, Pfannenkuchen oder anderen Desserts.

Für Kuchen besser Zwetschgen nehmen

Wer auf klassischen Kuchen schwört, sollte besser zu Zwetschgen greifen, denn diese lassen sich einfacher vom Stein lösen als Pflaumen. Außerdem enthalten Zwetschgen weniger Wasser und mehr Zucker als Pflaumen - was für Kuchen ideal ist.

Pflaumen und Zwetschgen richtig lagern

Pflaumen und Zwetschgen sollten vor dem Verzehr oder dem Verarbeiten so wenig wie möglich angefasst werden. Absolut tabu sind Drücken, Werfen oder Stapeln. Die Schale platzt sonst schnell auf. Durch die Verletzung können Bakterien und Pilze eindringen, die zum schnellen Verderb führen. Grundsätzlich lassen sich reife Pflaumen nicht länger als ein bis zwei Tage lagern.

Pflaumen pflücken in Brandenburg

Quelle: Berlin.de/dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. August 2019 14:41 Uhr