Lebensmittel- Imitate im Detail

Lebensmittel- Imitate im Detail

Schokoladenkekse ohne Schokolade, Wasabi-Erdnüsse ohne jede Spur des japanischen Meerrettichs oder täuschend echt aussehende Surimi-Garnelen aus gepresstem Fisch- und Hühnereiweiß: Eine neue Liste der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt, dass neben Schinken-Ersatz und künstlichem Käse viele weitere Lebensmittel-Imitate beim Verbraucher landen.

  • Mini Schoko-Keks© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Die Füllung dieser Mini "Schoko"-Kekse besteht nicht aus Schokolade, sondern aus einer Cremefüllung mit billigem Schokoladenimitat, das lediglich 3,7% fettarmes Kakaopulver enthält plus Zucker und gehärtetem Pflanzenfett.
  • Fol Epi Nuss© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Diese Käse-Scheiben sind leicht mit echtem Schnittkäse verwechselbar. Doch die sogenannte Schmelzkäsezubereitung besteht nur zu 65% aus Käse und ist mit Zusatzstoffen wie Schmelzsalzen (E452, E339: Phosphate) und Aromen versetzt, was bei echtem Käse nicht erlaubt ist.
  • Bio-© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    In diesen sogar als "Bio" angepriesenen "Vollkornbrötchen" befinden sich statt der für Vollkorn-Produkte vorgeschriebenen 90% Vollkornmehl im Mehlanteil nur 60%. Der Rest ist Weizenmehl, gefärbt mit Gerstenmalzsirup.
  • Surimi-Garnele aus dem losen Verkauf© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Es gibt täuschend echte Garnelenimitate, die neben Fischeiweiß aus nicht verwertbaren Fischen, Geschmacksverstärkern, Aromen, Farbstoffen oder auch aus Hühnereiweiß hergestellt werden. Das Ergebnis: Gepresstes Fischeiweiß in Garnelenform, das als sogenannte Surimi-Garnele verkauft wird. Die korrekte Kennzeichnung müsste lauten: Krebsfleischimitat aus Fischmuskeleiweiß geformt.
  • Echte Cocktail-Garnele© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Echte Garnelen wie diese kann der Kunde verhältnismäßig gut erkennen: Sie ist weniger glatt und hat eine andere Farbe. Genaues Hinsehen ist erforderlich, denn die Kennzeichnung von Imitaten in Imbissen ist oft mangelhaft. So findet man immer wieder den Begriff "Surimi Garnele, gefangen", der den Eindruck erweckt, es handele sich um echte Garnelen.
  • Meeresfrüchte Cocktail mit Krebsfleischimitat (loser Einkauf)© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Diesen "Meeresfrüchte Cocktail" zum Preis von 3,90 Euro pro 100 Gramm kauften die Verbraucherschützer in einem Kaufhaus. Meeresfrüchte wie Muscheln, Garnelen, Tintenfische etc. waren aber kaum zu finden. Stattdessen: Ein Produkt, das mit billigem Krebsfleischimitat aus Fischmuskeleiweiß gestreckt wurde.
  • Wasabi Erdnüsse© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    In diesen "Wasabi Erdnüssen" fanden die Verbraucherschützer gar keinen japanischen Meerrettich. Stattdessen: Minderwertige Zutaten für den Geschmack: Spirulina-Algenkonzentrat, Aroma, Geschmacksverstärker und Farbstoffe.
  • Du darfst-Putensalat mit Joghurtdressing© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Dieses als Putensalat angepriesene Produkt besteht aus zusammengefügten Fleischresten. Das Fleisch besteht nur zum Teil aus gewachsenem Putenfleisch, dazu kommt Form-Putenfleisch und das noch billigere Form-Hähnchenfleisch.
  • Pesto Basilico© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Im Original besteht italienisches Pesto besteht aus Pinienkernen, Olivenöl, Parmesan und/oder Pecorino. Dieses "Pesto" besteht aus billigem Sonnenblumenöl statt Olivenöl, dessen Anteil laut Zutatenliste unter 2% liegt. Statt Pinienkernen wurde minderwertiges Cashewkernpulver verwendet. Kostengünstiger Hartkäse ersetzt zu Dreiviertel den Pecorino, der nur 2% ausmacht. Zugesetzte Aromen machen aus diesem Produkt endgültig ein Imitat.
  • Hähnchenschnitten Wiener Art© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Bei diesen "Hähnchenschnitten Wiener Art" vermissten die Verbraucherschützer Hähnchenschnitzel aus einem Stück gewachsenem Fleisch. Sie fanden dafür Verschnitt von kleinen Stücken aus Hähnchen- und Putenfleisch, gepresst in eine Schnitzelform.
  • Mucci Vanilleeis© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Stiftung Warentest hat im Juni 2009 bei einem Vanilleeistest ermittelt, dass der Geschmack bei "Mucci Vanilleeis" überwiegend aus synthetischem Vanillin und Kokosfett stammt.
  • Combi Weiß in Salzlake© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
    Sieht aus wie Schafskäse und wird als Käseimitat zum Teil in der Gastronomie oder Imbissen eingesetzt. Dabei ersetzt billiges Pflanzenfett das Milchfett und Magermilch aus Kuhmilch die Schafsmilch.

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