Essig: Kann er schlecht werden?

Essig: Kann er schlecht werden?

Sind Schlieren und Fäden ein Zeichen dafür, dass Essig schlecht geworden ist? Kann Essig überhaupt verderben? Die wichtigsten Fakten zur Haltbarkeit von Essig.

Verschiedene Essigsorten

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Wer Bodensatz in Essig findet, kann es trotzdem verwenden.

Schlieren oder Bodensatz im Essig sind kein Problem. Auch wenn aus der Trübung eine Fäden ziehende Masse wird, ist das ein natürlicher Prozess und der Essig nicht etwa verdorben, wie die Verbraucherzentrale Bayern erklärt.

Essigmutter besteht aus Bakterien

Die gallertartige Masse wird Essigmutter genannt und besteht aus aktiven Essigsäurebakterien. Sie fermentieren etwa Wein, mit Hilfe von Sauerstoff, zu Essigsäure. Im Laufe dieses Prozesses entsteht auch Acetaldehyd. Das riecht stechend.

Unvollständige Vergärung verursacht Geruch

Steigt einem so ein unangenehmer Geruch in die Nase, sei das ein Zeichen dafür, dass der Essig nicht vollständig vergoren ist, erläutert Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale. Wen die Schlieren und Fäden stören, kann sie mit einem Kaffeefilter herausfiltern und den Essig normal weiterverwenden.

Essig kann schlecht werden

Auch wenn auf Essig kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht, ist es nicht ewig haltbar. Der Verzicht auf das Datum sagt lediglich aus, dass Lebensmittel nicht vor dem Verzehr verderben - auch bei Salz und Zucker ist das der Fall. Wird Essig fachgerecht gelagert, ist er verschlossen bis zu zehn Jahre lang haltbar. Bereits geöffneter Essig hält einige Monate.

Anzeichen für verdorbenen Essig

Essig kann schimmeln. Verschimmelter Essig darf nicht mehr verwendet werden und gehört in den Müll, die Toilette oder in den Abfluss. Zu erkennen ist der Befall an einer pelzigen Haut an der Essigoberfläche. Diese sogenannte Kahmhefe macht, dass der Essig muffig und schimmelig riecht und schmeckt. Ursachen sind falsche Lagerung, das Eindringen von Luft oder Verunreinigungen.

Essig kühl und dunkel lagern

Damit Essig lange hält, sollte er immer verschlossen und kühl gelagert werden. Die Bildung einer Essigmutter ist ein Zeichen dafür, dass die Temperatur zu hoch ist: Die Essigbakterien lieben Wärme und vermehren sich stark. Essige sollten im Dunkeln gelagert werden, da Tageslicht die Temperatur in die Höhe treiben kann und die Vitamine zerstört.
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Quelle: dpa/jbo/BerlinOnline

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Dezember 2017 10:33 Uhr