Holunderbeeren niemals roh essen

Holunderbeeren niemals roh essen

Holunderbeeren sind lecker, gesund und eine tolle Zutat für Säfte, Gelees und Liköre. Roh essen sollte man sie allerdings nicht. Denn sie enthalten einen Stoff, der ein Gift freisetzen kann.

Holunderbeeren

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Holunderbeeren müssen vor dem Verzehr verarbeitet werden - zum Beispiel als Saft, Gelee oder Likör.

Schwarze Holunderbeeren haben jetzt Saison. Allerdings dürfen die Beeren nicht roh gegessen werden, da sie den Giftstoff Sambunigrin enthalten, der Blausäure freisetzen kann. Wer sie roh und in großen Mengen isst, riskiert Magenbeschwerden, Erbrechen, Schüttelfrost und Durchfall.

Nur reife Holunderbeeren ernten

Besonders viel Sambunigrin steckt in unreifen Früchten. Deshalb sollten Holunderbeeren erst geerntet werden, wenn sie voll ausgereift sind. Zu erkennen ist das daran, dass roter Saft austritt und innen keine grüne Stellen mehr sind. Um den Giftstoff und andere unbekömmliche Stoffe unschädlich zu machen, sollten Holunderbeeren immer für kurze Zeit auf über 80 Grad erhitzt werden.

Holunder in der Küche verwenden

Holunder wird vor allem gekocht für Saft, Gelee, Marmelade oder Likör in der Küche verwendet. In der Küche verfeinert Holundersaft oder -gelee außerdem Rotkohlgemüse, erläutert der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Oder der dunkelrote Saft kann mit anderen Fruchtsäften gemischt werden.

Holunder ist gut für das Immunsystem

Gesund sind die Beeren in jedem Fall: Sie stärken das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Auch Früchte oder Samen von Tollkirsche, Zwergmispel sowie des Pfaffenhütchen sind übrigens giftig und nicht zum Verzehr geeignet. Sie hängen ebenfalls oft an Sträuchern am Wegesrand.
Holunder
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. August 2019 09:25 Uhr

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