Verwechslungsgefahr: Giftiger Knollenblätterpilz ähnelt Champignon

Verwechslungsgefahr: Giftiger Knollenblätterpilz ähnelt Champignon

Für viele essbare Pilze gibt es ein optisch schwer unterscheidbares giftiges Gegenstück. Besonders groß ist die Verwechslungsgefahr bei Knollenblätterpilz und Champignon.

Grüner Knollenblätterpilz

© dpa

Der Grüne Knollblätterpilz sieht dem Champignon zum Verwechseln ähnlich.

Schon im Spätsommer beginnen manche Sammler mit dem Pilzesuchen. Doch auch wenn man schon ein bisschen Erfahrung hat: Manche Pilze sehen sich einfach zum Verwechseln ähnlich. Vor allem dann, wenn das Aussehen nicht ganz typisch ist.

Knollenblätterpilze und Champignons: Verwechslungsgefahr!

Etwa Knollenblätterpilze sind meistens grün, es gibt aber auch helle Exemplare - und dann sehen sie Champignons extrem ähnlich. Während Champignons aber lecker und genießbar sind, sind Knollenblätterpilze sehr giftig. Wer sie isst, kann sogar an den Folgen sterben, warnt die Deutsche Leberstiftung.

Knollenblätterpilz und Wiesenchampignon unterscheiden

Doch wie hält man die Pilze auseinander? Ein Blick auf die Lamellen hilft. Während die Lamellen des Wiesenchampignons rosa bis schokoladenbraun gefärbt sind, sind die des Knollenblätterpilzes weiß. Junge Champignons haben allerdings auch weiße Lamellen und sollten vorsichtshalber stehenbleiben. Auch beim Fundort gibt es Unterschiede. Der Champignon wächst hauptsächlich auf Wiesen, Knollenblätterpilze vor allem im Wald. Die Giftpilze haben einen Ring um den Stil.

Vergiftung durch Knollenblätterpilz: Symptome

Die Beschwerden setzen normalerweise nach 6 bis 20 Stunden ein. Typisch sind Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Übelkeit. Außerdem kann es relativ schnell zu Leber- und Nierenversagen kommen. Deshalb sollten Betroffene sich so schnell es geht an einen Arzt wenden.

Pilzreste und Erbrochenes aufbewahren

Idealerweise bringt man die Pilzreste oder auch Reste vom Erbrochenen mit - so kann schnell eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Sicherheitshalber lassen Sammler die Pilze vor dem Verzehr immer von einem Experten überprüfen.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Freitag, 7. September 2018 11:59 Uhr

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