Laktoseintoleranz: Unangenehm und unheilbar

Laktoseintoleranz: Unangenehm und unheilbar

Durch das das fehlende Enzym Laktase können viele Menschen keine Milchprodukte konsumieren. Nur kompletter Verzicht hilft.

Milch

© dpa

Nicht jeder kann bedenkenlos zu einem Glas Milch greifen

Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch von den Männern und der Milch. Alle, die bis heute fest daran geglaubt haben, dass Milch müde Männer immer munter macht, müssen leider enttäuscht werden.

Symptome: Bauchschmerzen, Durchfall, Schlappheit[

Denn: Milch macht nicht jeden munter. Ganz im Gegenteil: Viele Menschen bekommen von Milch und Milchprodukten Bauchschmerzen, Durchfall, fühlen sich schlapp und werden im schlimmsten Fall depressiv. Schuld daran ist das Enzym Laktase. Genauer gesagt, das fehlende Enzym Laktase, weswegen rund 15 Prozent der Mittel- und Nordeuropäer den Milchzucker (Laktose) nicht vollständig verdauen können.

Was bewirkt Lactase?

Milch oder Milchprodukte, die Milchzucker enthalten, werden normalerweise mit Hilfe des Enzyms Laktase im Dünndarm zersetzt. Funktioniert das nicht, gelangt der Milchzucker in den Dickdarm und wird dort von "heimischen" Bakterien als Futter genutzt. Als "Abfallprodukte" entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren, die zu den beschriebenen Symptomen führen.

Laktose in Wurst, Fertigprodukten und Medikamenten

"Eine Laktoseunverträglichkeit ist deshalb so unangenehm, weil Milchzucker auch in solchen Nahrungsmitteln vorkommt, in denen es der Verbraucher nicht vermutet. Dazu gehören Wurst, Fertiggerichte, Salatdressings oder Süßstoffe. Selbst in Medikamenten kann Milch enthalten sein", weiß Alexandra Krotz, Ernährungswissenschaftlerin.

Die Unverträglichkeit ist unheilbar

Heilbar ist dieser Enzymmangel nicht. Denn was viele nicht wissen: Im Gegensatz zu Kindern, die alle über das Enzym verfügen, ist es bei Erwachsenen durchaus normal, dass der Körper keine oder nicht mehr genug Laktase produziert und sie deshalb keine Milch vertragen.

Quelle: Techniker Krankenkasse

| Aktualisierung: Dienstag, 17. Januar 2012 17:37 Uhr